30. Mai 2014

forsa-Umfrage "Bad und Gesundheit"

Neue forsa-Studie / Wie die Deutschen über „Bad und Gesundheit“ denken / Länger fit und gesund bleiben: Klassiker vorn / Vorsorge im Bad: Schon heute kein Exotenthema / Entspannungsbäder und Wechselduschen besonders gefragt

Bonn – (vds) Frauen sind in puncto „Gesundheitsvorsorge“ aktiver als Männer. So lautet das Fazit einer aktuellen forsa-Umfrage. Im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) recherchierte das Marktforschungsinstitut bei der Bevölkerung ab 18 Jahre das Wollen und die Wirklichkeit beim Thema „Bad und Gesundheit“ – und fand teilweise Überraschendes heraus.

Zunächst wollten die Berliner Sozialforscher wissen, wie es um die generelle Bereitschaft der immer älter werdenden Deutschen steht, sich selbst länger fit und gesund zu halten. Drei Klassiker dominieren die auf der Basis von Mehrfachnennungen ermittelte Hitliste des vorgegebenen Neuner-Feldes: Radfahren (70 %), Schwimmen (61 %) und Wandern (60 %) sind danach die häufigsten Aktivitäten, die die Menschen praktizieren bzw. deren regelmäßige Durchführung sie sich gut vorstellen können.

Zudem, so die für rund 67 Mio. Bundesbürger repräsentative Studie, sehen 50 % der Bevölkerung in zuhause realisierten Fitnessübungen eine geeignete Alternative für die Gesundheitsvorsorge. Joggen oder Nordic Walking bringen es auf 47 % und Aktivitäten in Fitnesscentern und Sportvereinen auf 46 %. Die letzten Ranking-Plätze nehmen Tanzen gehen (33 %), Entspannungstechniken wie Yoga oder Tai Chi (29 %) und häusliche Wasseranwendungen wie Körpermassagen und Wassertreten (14 %) ein.

Laut forsa ist das weibliche Geschlecht tendenziell aufgeschlossener, wenn es um fitness- und gesundheitsfördernde "Eigenleistungen" geht. Das gelte speziell für die Kategorien Tanzen (41 %), Entspannungstechniken (39 %) und Wasseranwendungen zuhause (17 %). Dagegen seien Männer gerade hier mit 25 %, 18 % und 10 % wesentlich weniger ambitioniert.

Spezielle Rollenverteilung

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Frage, ob den Deutschen die Nutzung ihres eigenen Bades für Gesundheitsvorsorge und Fitnessübungen in den Sinn kommt. Insgesamt bejahen das 39 %, während 61 % das aktuell für nicht denkbar halten. Das per saldo „unerwartet positive Votum“ bestätigt aus Sicht der VDS die neue Rolle des Bades. „Wenn bereits heute vier von zehn Bundesbürgern das heimische Bad als Ort für die private Gesundheitsvorsorge und das persönliche Fitnesstraining in Erwägung ziehen, beweist das seinen Wandel zum vielseitigen Lebensraum“, betont Geschäftsführer Jens J. Wischmann.

Auch hier seien Frauen mit einer Zustimmungsquote von 44 % offenbar „besonders motiviert“. Bei Männern liege sie gegenwärtig „nur“ bei 34 %. Klar überdurchschnittliche „Ja“-Werte ermittelte die Untersuchung außerdem u. a. bei über 60-Jährigen (44 %) und in Ostdeutschland (45 %).

Abschließend baten die Interviewer um Auskunft darüber, welche konkreten Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge im Bad wie hoch im Kurs stehen (würden). Ganz oben im Klassement rangieren entspannende Bäder nach körperlicher Anstrengung (67 %) vor Wechselduschen (59 %) und Whirlwannen etwa für Massagen (51 %). Saunen (41 %), Dampfduschen bzw.
-bäder (35 %) und Wassertreten (24 %) folgen dahinter. Am Ende der Skala schaffen Fitness-, Yoga- oder Tai Chi-Übungen immerhin noch 22 %.


Bildunterschriften

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Wenn die Deutschen selbst etwas dafür tun (wollen), länger fit und gesund zu bleiben, setzen sie vor allem auf die drei Klassiker Radfahren, Schwimmen und Wandern. Das fand das forsa-Institut im Rahmen einer neuen Repräsentativerhebung für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) heraus. Noch relativ unbekannt und deshalb derzeit am Ende des Rankings: zuhause durchgeführte Wasseranwendungen wie Körpermassagen und Wassertreten.
Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)


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Einer aktuellen forsa-Erhebung zufolge können sich vier von zehn Bundesbürgern ab 18 Jahre bereits heute vorstellen, das eigene Bad für Gesundheitsvorsorge und Fitnessübungen zu nutzen. Die auf Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) durchgeführte Studie zeigte auch, dass Frauen dafür wesentlich aufgeschlossener sind als Männer – was deren Engagement aber keineswegs weniger sinnvoll macht.
Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)


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Entspannungsbäder und Wechselduschen stehen bei den Bundesbürgern ab 18 Jahre besonders hoch im Kurs, wenn ihnen das eigene Bad auch zur Gesundheitsvorsorge dienen würde. Vor allem Frauen halten das Bad als „Gesundheitscenter“ für eine konkrete Alternative, ermittelte das forsa-Institut in einer neuen Repräsentativstudie für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS).
Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

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