14. Mrz 2017

Barrierefreiheit wird Synonym für Unabhängigkeit

Gesellschaftsthema Barrierefreiheit: VDS konstatiert „verantwortungsvolle Weitsicht“ / Förderung barrierefreier Badumbauten 2017 spürbar verbessert / Erfolgreiche Aufklärungsarbeit der Aktion Barrierefreies Bad / Glossar „Stichwort Barrierefreies Bad“ aktualisiert und erweitert / „Universal Design“ schafft Zukunftstauglichkeit / Smarte Bäder für ein Ambient Assisted Living (AAL)

Wer sein Bad bereits in jungen Jahren zukunftstauglich gestaltet, ist kein Schwarzseher, sondern ein kluger Kopf. Mit Blick auf die prognostizierte Überalterung der Bevölkerung bleibt die Schaffung eigener Unabhängigkeit weiterhin das Gebot der Stunde. Das wichtige Gesellschaftsthema „Barrierefreiheit“ durchdrang daher zum wiederholten Male die Hallen der „ISH“ in Frankfurt am Main. Sowohl vor als auch hinter den Kulissen der Mitte März veranstalteten internationalen Weltleitmesse waren erneut zahlreiche Architekten, Planer, Designer, Experten sowie Fachleute aus Handel und Handwerk mit verantwortungsvoller Weitsicht unterwegs.

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) deutet das als Zeichen, dass die immense Bedeutung der Barrierefreiheit im Bewusstsein von Politik, Sanitär- bzw. Baubranche sowie ebenso vielen Bauherren mittlerweile fest verankert ist. Nicht nur die erfreuliche Erhöhung der staatlichen Fördergelder für den altersgerechten Umbau, sondern auch die jüngst gezeigte Bandbreite entsprechender Produktentwicklungen tragen der Erkenntnis Rechnung, dass ein selbstbestimmtes Leben im Alter inzwischen untrennbar mit der Badausstattung verknüpft werden muss.

Aktion Barrierefreies Bad beweist Überzeugungskraft

Zweifelsohne habe man diese Einsicht nicht zuletzt auch der Aufklärungsarbeit der Aktion Barrierefreies Bad zu verdanken. „Das spornt uns dazu an, Branchenprofis und deren Kunden künftig noch intensiver über Förderungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu informieren“, erklärt Jens J. Wischmann. Wie der VDS-Geschäftsführer und Sprecher der gemeinsam mit dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ins Leben gerufenen Initiative zudem mitteilt, „wächst der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum weiterhin rasant“. Experten zufolge seien erst etwa 700.000 barrierefreie Wohnungen verfügbar. 2030 liege der Bedarf geschätzt bei mindestens 3,6 Millionen.

Sachkompetenz von A-Z


Den Beginn der aktuellen Informationsoffensive markieren die umfassende Überarbeitung und Erweiterung des Glossars „Stichwort Barrierefreies Bad“. Das Update der Printversion ist ab sofort als kostenloses Einzelexemplar per Mail unter info@aktion-barrierefreies-bad.de erhältlich. Schriftliche Bestellungen sind an das Informationsbüro „Aktion Barrierefreies Bad“ c/o Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), Rheinweg 24, D-53113 Bonn, zu richten. Online können interessierte Bauherren und Familien, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen auf www.aktion-barrierefreies-bad.de sogar rund 150 Begriffe von „AAL“ bis zum „Zwei-Sinne-Prinzip“ recherchieren.

Universal Design überwindet Grenzen


Ebenfalls auf ihrer Homepage wird die unter der Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums (BMUB) stehende Initiative in den kommenden Wochen das vielfältige Repertoire für Mehrgenerationenbäder präsentieren. Laut Wischmann habe die Neuheitenschau der diesjährigen „ISH“ abermals bewiesen, dass ästhetische Einschränkungen beim förderfähigen altersgerechten Badumbau nicht mehr sein müssten. Das „Universal Design“ biete alle notwendigen Elemente in gleichermaßen normgerechter und dekorativer Ausführung – für die verschiedensten Geschmacksrichtungen sowie die Überwindung jeglicher Grenzen.

Digitalisierung für Sicherheit und Selbstständigkeit

Wie es weiter heißt, schaffe das „für alle“-Prinzip dank hoch entwickelter Sensortechnik auch größtmögliche Sicherheit. Demnach garantieren bewegungsabhängige Beleuchtung und Bodenbeläge mit Sturzerkennung sogar bei Nacht ausreichende Orientierung und im Bedarfsfall schnelle Hilfe. Das „smarte Bad“ leistet aber noch viel mehr. Über sprachgesteuerte Programme lassen sich mittels weniger Worte ans Smartphone oder Tablet nicht nur Wassermengen in angenehmer Temperatur in einem Becken oder in der Wanne dosieren. Rein theoretisch können die digitalen Systeme nämlich schon jetzt über eine entsprechende Vernetzung ihrer einzelnen Komponenten helfende Hände ersetzen: Wenn sich etwa Licht, Wassertemperatur, Wasserstrahlstärke sowie die Höhen von Waschtisch sowie WC automatisch und noch dazu nutzerabhängig programmiert quasi von selbst aktivieren, trägt das fraglos zum selbstständigen Aufenthalt im Bad deutlich bei. Weitere Informationen zum Ambient Assisted Living (AAL) liefert die Website www.aktion-barrierefreies-bad.de.



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Ein selbstbestimmtes Leben im Alter lässt sich ohne Barrierefreiheit im Bad kaum realisieren. Diese in der Bevölkerung immer weitere Kreise ziehende Einsicht sei laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) auch der intensiven und erfolgreichen Aufklärungsarbeit der Aktion Barrierefreies Bad zu verdanken. Unterstützt werde sie durch die spürbar verbesserte staatliche Subvention altersgerechter Umbauten, deren Voraussetzungen durch das ohnehin eingeforderte Hinzuziehen eines Sanitärfachmannes keine Hürden darstellten.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / ABB   


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Den Beginn der aktuellen Informationsoffensive der Aktion Barrierefreies Bad markieren die umfassende Überarbeitung und Erweiterung des Glossars „Stichwort Barrierefreies Bad“. Das Update der Printversion ist ab sofort als kostenloses Einzelexemplar unter info@aktion-barrierefreies-bad.de erhältlich. Online können interessierte Bauherren und Familien, Senioren sowie Menschen mit Behinderungen auf www.aktion-barrierefreies-bad.de sogar rund 150 Begriffe von „AAL“ bis zum „Zwei-Sinne-Prinzip“ recherchieren.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / ABB   


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Laut VDS habe die Neuheitenschau der diesjährigen „ISH“ abermals bewiesen, dass ästhetische Einschränkungen beim förderfähigen altersgerechten Badumbau nicht mehr sein müssten. So biete das moderne „Universal Design“ alle notwendigen Elemente für eine zukunftstaugliche Ausstattung in gleichermaßen normgerechter und dekorativer Ausführung – für die verschiedensten Geschmacksrichtungen sowie die Überwindung jeglicher Grenzen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Geberit


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Über sprachgesteuerte Programme lassen sich mittels weniger Worte ans Smartphone oder Tablet nicht nur Wassermengen in angenehmer Temperatur in einem Becken oder in der Wanne dosieren. Rein theoretisch können die digitalen Systeme nämlich schon jetzt über eine entsprechende Vernetzung ihrer einzelnen Komponenten helfende Hände ersetzen. Weitere Informationen zum Ambient Assisted Living (AAL) liefert die Website www.aktion-barrierefreies-bad.de.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / shutterstock / Georgejmclittle / Onsuda

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