30. Nov 2011

Die Sanitärwirtschaft in Deutschland

Die Sanitärbranche im Überblick

Die deutsche Sanitärwirtschaft setzt sich aus Unternehmen verschiedener Sparten der Industrie, des Produktionsverbindungshandels und des Handwerks bzw. Ausbaugewerbes zusammen.

Zu der Sanitärindustrie gehören die Hersteller von Sanitärkeramik, von Acryl- und Stahlwannen, von Duschabtrennungen, Armaturen und Brausen, sowie von Badmöbeln und Badaccessoires. Ebenfalls dazu zählen die technischen Gebäudearmaturen und die Hersteller von Installationssystemen hinter der Wand. Alles zusammen genommen sind dies in 2011 etwa 222 Unternehmen mit rund 40.000 Beschäftigten.

Der Bereich des Handels umfasst vor allem den Fachgroßhandel mit Sanitärprodukten und dem gesamten weiteren Angebot an haustechnischen Erzeugnissen. Derzeit sind dies rund 270 Unternehmen mit rund 41.000 Beschäftigten.

Die letzte Stufe im dreistufigen Vertriebsweg bilden die installierenden Unternehmen. Dazu gehören sowohl die kleinen SHK-Handwerksbetriebe, d.h. die Installateure und Heizungsbauer, die Klempner sowie die Ofen- und Luftheizungsbauer als auch die industriellen installierenden Firmen der technischen Gebäudeausrüstung. Diese zusammengefassten ca. 51.000 Unternehmen machen mit geschätzten 277.000 Beschäftigten unverändert die größte Gruppe der Sanitärwirtschaft aus.

Anhaltend gute Entwicklung auch in 2011

Auf Basis aktueller ifo-Schätzungen steigt der Umsatz der Sanitärwirtschaft 2011 um nominal über 3,5 % auf 17,8 Mrd. Euro (2010: 17,2 Mrd. Euro). Während das Inlandsgeschäft um gut 2,8 % auf 14,4 Mrd. Euro (nach 14 Mrd. Euro) wuchs, klettern die Verkaufserlöse im Ausland um etwa 6,3 % auf 3,4 Mrd. Euro (nach 3,2 Mrd. Euro). Der hohe prozentuale Anstieg im Auslandsgeschäft ist allerdings vorrangig auf die langsame Erholung der Auslandsmärkte zurückzuführen, wo es 2009 zu einem erheblichen Rückgang kam. Das Inlndsgeschäft hat die Krise weitgehend unbeschadet überstanden, seid Jahren wurden stetig Umsatzzuwächse erreicht. Dementsprechend beurteilen die Firmen auch die gegenwärtige Konjunkturlage laut SHK-Konjunkturbarometer seit Monaten sehr positiv.

Ausblick 2012 gedämpft positiv

Laut ifo kann die Branche 2012 mit einem weiteren Aufwärtstrend rechnen, dessen Tempo sich gegenüber 2011 indes abschwächt. Insgesamt geht das Münchener Institut von einem Umsatzplus von 2,8 % auf dann 18,3 Mrd. Euro aus. Daran ist das Inland mit einem Wachstum von knapp 2,7 % auf 14,8 Mrd. Euro beteiligt, während es im Ausland voraussichtlich zu einem Anstieg um 3% auf 3,5 Mrd. Euro kommt.

Haustechnik, Beschäftigte und Nachwuchssorgen

In der kompletten haus- und gebäudetechnischen Branche, die neben dem Sanitärsektor die Wirtschaftszweige Heizung, Klima und Lüftung umfasst, steigert sich der konsolidierte Gesamtumsatz 2011 laut ifo auf 42,2  Mrd. Euro (nach 40,6 Mrd. Euro). Im  Inland steigt der Umsatz von 32,8 Mrd. Euro in 2010 auf 33,8 Mrd. Euro in 2011 und das Auslandsgeschäft von 7,8 Mrd. Euro auf 8,4 Mrd. Euro.  Für 2012 wird ein Gesamtumsatzwachstum von 43,2 Mr. Euro erwartet, davon 34,5 Mrd. Euro im Inland und 8,7 Mrd. Euro im Ausland.

Bei den  Mitarbeiterzahlen wird es nach einem Anstieg der Gesamtbeschäftigten in 2011 auf 414.000 aufgrund der nachlassenden Konjunktur im nächsten Jahr evtl zu einem leichten Beschäftigungsrückgang auf dann 409.000 kommen. Die SHK-Branche befürchtet allerdings einen verschärften Nachwuchs- und Fachkräftemangel in den nächsten Jahren, insbesondere beim Handwerk. Die Branche muss alles dafür tun, die Attraktivität ihrer vielfältigen Zukunftsberufe adäquat zu vermitteln. Es gilt, primär durch eigene Anstrengungen engagierte Mitarbeiter zu finden und konsequent zu qualifizieren - wie zum Beispiel mit der VDS Bad-Akademie.

 


 

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