20. Jul 2010

Sinnlich, soft, sicher, strahlend, sparsam: Alles Bad!

Frische Tendenzen und bemerkenswerte Neuentwicklungen / Blau kommt wieder / Re-Editionen und Soft-Design / Für jedermann sicher: Generationenbad zum Wohlfühlen / Sommerhitze und Sanitär-Know-how / Mitmachen: Am 18. September ist „Tag des Bades“! / Technik mit Zukunft: digitaler Lifestyle und wichtiges Wassersparen

Bonn – (vds) Ständig das Rad neu zu erfinden, das kann nicht einfach sein. Auch wenn aus dem Rad ein Bad wird, ändert das am Ergebnis nichts – mag man leichtfertig meinen. Und doch: Im Bad gibt es Jahr für Jahr viele frische Tendenzen und bemerkenswerte Neuentwicklungen. Man muss nur genau hinsehen, erklärt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Zum Beispiel blinzelte da auf den diesjährigen Frühjahrsmessen neben eher gedeckten Creme-, Braun- und Graunuancen sowie einer Anzahl sinnlicher Beeren- und Violetttöne plötzlich freches Blau hervor. Kommt die lang ausgesperrte Lieblingsfarbe der Deutschen erneut in Mode? Ein Blick in die übrige Wohnwelt versichert: „Ja, sie kommt“.

Ebenfalls ein Thema: Re-Editionen. Jung gebliebene Klassiker werden überarbeitet, wiederaufgelegt und attraktiv ergänzt. Statt kantiger Formensprache gibt sich die Badausstattung vermehrt soft und filigran. Bloß nicht anstoßen, so die Devise, die ebenfalls auf das Design von Duschwannen zutrifft. Dass mehr und mehr bodenebene Modelle im Sortiment der Markenhersteller auftauchen, dieser Trend ist an sich nicht neu. Er passt jedoch – zusammen mit den bereits erwähnten „weichen Ecken“ – nur zu gut in das Bild vom barrierearmen bzw. seniorengerechten Bad. Purer Zufall oder eher weise Voraussicht? Wahrscheinlich von beidem etwas.

Tatsache bleibt jedoch, dass die Entwickler dem Kapitel Barrierefreiheit bereits seit Längerem viel Raum beimessen. Fragt man nach, wie das Bad der Zukunft aussehen wird, ist u. a. vom attraktiven Generationenbad die Rede. In ihm sollen Jung und Alt mit Haltegriffen, bodengleichem Duschbereich und Duschsitz, erhöhtem WC sowie unterfahrbarem Waschtisch und anderen Extras, denen früher eher der Stempel „für Ältere“ anhaftete, gleichsam sicher sein und sich wohlfühlen. Wächst da ausgerechnet im Bad zusammen, was zusammengehört?

Sommerhitze: Die Sanitärexperten müssen es geahnt haben.

Und noch eine Frage, die sich stellt: Woher wussten die Armaturenspezialisten, dass dieser Sommer so heiß und trocken wird? Sie müssen es zumindest geahnt haben. Denn nie zuvor war das Angebot an Brausen so groß und vielfältig. Vom einfacheren Brausekopf mit verschiedenen Strahlarten bis hin zur werkseitig programmierten, individuell steuerbaren Wasserstrahl-Choreografie, bei der wohlig warmer Regen und kalte Übergüsse wechseln, reicht das unglaubliche Angebot des Sanitärfachhandels. Ein Besuch in den rund 2.000 ständigen Ausstellungen lohnt sich in jedem Fall – besonders am 18. September, dem bundesweiten „Tag des Bades“. Neben Inspiration und Information steht auch ein nationales Gewinnspiel auf dem Plan, das mit drei Traumbädern im Wert von 30.000, 20.000 und 10.000 Euro jeweils inklusive Montage lockt. Mehr dazu unter www.gutesbad.de.

Wenn aus Alltäglichem wie Duschen etwas ganz Besonderes wird, geht das natürlich nicht ohne Hightech. Ein Blick auf leuchtende, flach in die Wand integrierte Touchpanels macht deutlich, dass Komfort und Vergnügen im Bad mit hochwertiger Elektronik und digitalem Lifestyle einhergehen. Die Badewanne führt da übrigens auch kein Schattendasein: Neue elektronische Armaturen haben ein prima Gedächtnis und können daher Wunschtemperatur und -wasserstand gleich von mehreren Nutzern regeln bzw. überwachen.

Bleibt zum Schluss die vielleicht wichtigste Nachricht, dass genüssliches Baden und Duschen nicht im Widerspruch zu einem sorgfältigen Umgang mit kostbaren Ressourcen stehen muss. Trotz spektakulärer Effekte sparen viele Armaturen und Brausen in Wahrheit einen großen Teil Wasser über einen reduzierten Durchfluss ein und zwar ohne jeden Komfortverlust. Die clevere Technik: Gezielte Luftbeimischung sorgt trotz des geringen Wasserverbrauchs für einen satten, voluminösen Strahl. Die Möglichkeit, die Lieblingsmusik vom MP3-Player direkt auf die Duschsteuerung übertragen zu können, hinterlässt da gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeit weit weniger Eindruck. Es klingt aber trotzdem verdammt gut.


Bildunterschriften

Bild "Blau"
Wieder da: Blau, die lang ausgesperrte Lieblingsfarbe der Deutschen, scheint im Bad wieder in Mode zu kommen. Jedenfalls blinzelt sie bei einigen Herstellern frech neben eher gedeckten Creme-, Braun- und Graunuancen hervor.

Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Villeroy & Boch, Bild 4112


Bild "Bodenebene Dusche"
Weiter gedacht: Bodenebene Duschen sind nicht nur super schick anzusehen, sondern zugleich ein Indiz dafür, dass sich die Sanitärmarkenhersteller schon seit Längerem auch mit der Entwicklung barrierearmer Lösungen beschäftigen.

Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Kaldewei, Bild 4113


Bild "Touchpanel"
Wasserzeichen: Wenn aus Alltäglichem wie Duschen etwas ganz Besonderes wird, geht das natürlich nicht ohne Hightech. Der Blick auf ein leuchtendes, flach in die Wand integriertes Touchpanel macht das deutlich.

Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Dornbracht, Bild 4114


Bild "Elektronische Badewannenarmatur"
Wohlgemerkt: Neue elektronische Badewannenarmaturen haben ein prima Gedächtnis und können daher Wunschtemperatur und -wasserstand gleich von mehreren Nutzern regeln bzw. überwachen.

Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Viega, Bild 4115




 

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Blau
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Bodenebene Dusche
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Touchpanel Elektronische Badewannenarmatur