01. Sep 2006
Steuerersparnis ist Nebensache
Modernisieren und Renovieren ist seit Jahresbeginn für Privathaushalte effektiv billiger geworden. Wer mit einem eingetragenen Handwerksbetrieb zusammenarbeitet, kann dessen Leistungen jetzt begrenzt von der Steuer absetzen. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch einen Aufschwung bei den Modernisierungsaktivitäten privater Haushalte und eine deutliche Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen.Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) steht dem Erfolg dieser Maßnahme eher skeptisch gegenüber. "Die Einsparungen sind mit maximal 600 Euro für den Einzelnen doch so gering, dass allein dieser Anreiz kaum jemanden dazu bewegen wird, weitreichende Renovierungsschritte vorzunehmen", erläutert Geschäftsführer Jens J. Wischmann die Bedenken des Verbandes. Eine von diesem in Auftrag gegebene Forsa-Studie bestätigt die Vermutung mit eindeutigem Ergebnis. Für beeindruckende 86 % der Befragten und somit die klare Mehrheit stellt die Möglichkeit, Handwerkerleistungen von der Steuer abzusetzen, keinen Anreiz dar, ihr Badezimmer in der nächsten Zeit erneuern zu lassen.Stattdessen wurde anhand der Repräsentativerhebung deutlich, dass es ganz andere Motive sind, die gerade im Bad zu Umbauten führen. Dabei spielt der immer stärkere Wunsch nach einem Raum im eigenen Zuhause, in dem man sich rundum wohlfühlt und in der Freizeit so richtig auftanken kann, eine wichtige Rolle. So antwortete jeder dritte der angesprochenen Bundesbürger auf die Frage "Ist das Bad ein Raum, in dem Sie gerne entspannen?" mit einem "Ja, wenn ich Zeit und Muße habe.".27 % der Interviewten finden es sogar täglich wichtig, sich in einer schönen Atmosphäre im eigenen Bad erholen zu können. Sie zeigen damit anschaulich, welch zentrale Rolle diesem Hort der Ruhe inzwischen zukommt. Rein nach Zahlen ist das Bedürfnis nach Regeneration im heimischen Badezimmer bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Geht es an die Renovierung, geben sich die Herren oft eher beeindruckt von der Funktionalität und den Energiesparmöglichkeiten moderner Ausstattungen.Aus nahezu jedem Raum, betont die VDS, lässt sich heutzutage optisch und funktionell ein schönes, modernes Badezimmer machen. Minis werden mit Spiegeln, geschickter Beleuchtung, Klarglas und Eckbadewannen vergrößert, die Familienvariante erhält eine kindersichere Rundumversorgung, Senioren kommen in den Genuss einer barrierefreien Wohlfühlzone; vorausgesetzt, man hat bei der Planung einen kompetenten Partner an seiner Seite.Außerdem regt Verbandsgeschäftsführer Wischmann dazu an, langfristig zu planen: "Wer sich an seinem eigenen Wellnessbereich über viele Jahre erfreuen will, sollte seine Wünsche in die bewährten Hände eines Fachmannes legen, der für die lange Lebensdauer seiner Arbeit sowie der von ihm installierten Objekte garantieren kann".