01. Aug 2007
Anti-Stress-Raum mit Stil
Bonn - (vds) Im privaten Bad lässt sich der häufig mit "Cocooning" oder "Homing" beschriebene Rückzugstrend der Menschen in vielfältiger Weise mit der reinigenden, belebenden und regenerierenden Wirkung des Wassers verbinden. Das ist zwar nicht neu, gewinnt aber in dem Maße an praktischer (Investitions-)Bedeutung, in dem sich das Bad als Garant für mehr Lebensqualität und quasi als Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit etabliert.Diese generelle Tendenzanalyse ergänzt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) um den Hinweis, dass sich Bäder wie ihre Benutzer zunehmend zu Individualisten entwickeln. Das schließt ausdrücklich den Mut ein, bisher trennende Grenzen zu anderen Wohnbereichen zu überwinden. Die Integration löst die Isolation ab. Damit werden schematisierte Allerweltsstrategien bei Planung, Gestaltung und Ausstattung endgültig zum Auslaufmodell. Das sanitäre Verwöhnprogramm für Körper, Geist und Seele erfordert - und erhält - Freiräume mit Stil. Dabei ist Harmonie angesagt, für die komplette Ausstattungskonzepte ebenso sorgen können wie geschickt kombinierte Einzelelemente.Analog dazu lautet die Devise der neuen Badinszenierung: Vielfalt regiert. Wohltuende Regenhimmel an der Decke und entspannende Badeinseln im Boden, transparente Duschareale im "XXL-Format" und minimalistische Hightech-Armaturen, variable Möbelensembles und markante Waschplatz-Solisten, spezielle Oberflächen und stimmungsvolle Lichttechnik, koordinierte Farbwelten und fast grenzenlose Materialkompositionen - alles fügt sich unter professioneller Regie ins individuelle Ganze. Gleiches gilt übrigens für das Design; egal, ob man’s lieber kantig, geschwungen, geradlinig streng oder organisch weich mag.Von "praktisch-funktionell" bis "Retro-Look"Apropos "Design": Mit einer kleinen Stilkunde wollen die VDS-Experten nicht nur über wichtige Merkmale unterschiedlicher optischer Kategorien informieren. Sie geben damit den Verbrauchern auch die Möglichkeit, ihre persönlichen Geschmackspräferenzen (leichter) zu erkennen. Die kompakte "Typberatung" im Überblick:ß Der "praktisch-funktionelle" Typ favorisiert keine bestimmte Stilrichtung und achtet auf viel Stauraum, Schränke mit Auszügen, mobile Container mit Sitzgelegenheit, glatte, pflegeleichte Flächen und möglichst Wand hängende Keramikteile.ß Der "puristisch-klare" Typ liebt die Beschränkung auf das Wesentliche, lehnt Schnörkel ab, findet z. B. Gefallen an ellipsenförmigen, skulpturähnlichen Waschbecken, lässt sich auf architektonische Raumkonzepte ein und entscheidet sich bei der Ausstattung meist für einen hohen Weiß-Anteil.ß Der "fröhlich-mediterrane" Typ erfreut sich an sonnigem, hellem Mittelmeer-Ambiente, an warmen, erdfarbenen Tönen und Materialien (wie Terracotta, Pinien- bzw. Olivenhölzer, Accessoires aus Korbgeflecht) sowie an geschwungener Keramik.ß Der "romantisch-verspielte" Typ begeistert sich für eine gute Dosis Nostalgie und "Antik-Look", barocke Schnörkel und goldfarbene Akzente an Spiegel und Waschtisch, weiß lackierte Hölzer bei den Möbeln, sanfte Pastell-Töne an den Wänden sowie gerne auch für einen Kamin oder die Badewanne auf Löwenklauen.ß Der "fernöstlich-asiatische" Typ bevorzugt weiche, organische Formen, natürliche Materialien wie Holz und Steine, Wasserspiele und Lichtinszenierungen.ß Der "klassisch-elegante" Typ ist ein Fan des zeitlosen Einrichtungsstils sowie einer symmetrischen und ausgewogenen Raumarchitektur mit Stuck, eleganten Tapeten und feinen Stoffen.ß Der "Retro-Look"-Typ schließlich mag alles, was früher schick und teilweise auch schrill war; er (oder sie) "steht" u. a. auf dunkle Hölzer oder florale Motivdekore bei den Möbeln und knalliges Orange oder organische Muster an den Wänden sowie insgesamt auf poppigere Farben und extravagante Formen, die durchaus auffallen dürfen.2.000 Ausstellungen und ein Online-DuoAber egal, welchen persönlichen Designweg man geht - zum aktuellen sanitären Trendreport gehören auch zwei fraglos beruhigende Botschaften. Nummer 1: Erlaubt und möglich ist, was gefällt. Nummer 2: Das Bad erfüllt seine Funktion als häuslicher Anti-Stress-Raum im wahrsten Sinne des Wortes in jeder Größenordnung. Ästhetische und nützliche Verwöhnprogramme realisieren clevere Bad-Profis auch auf wenigen Quadratmetern, versichert die VDS.Das Fazit des Verbandes: Die neue Bad-Generation präsentiert sich ebenso individuell wie stilvoll. Das beweisen, wie es heißt, nicht zuletzt die bundesweit knapp 2.000 Fachausstellungen von Handel und Handwerk. Außerdem empfiehlt die Bonner Branchenorganisation ein "informatives Online-Duo": www.gutesbad.de und www.badezimmer.tv.BildunterschriftenBild 475_1.jpgWärme: Die neue Bad-Generation präsentiert sich gerne auch wohnlich und elegant. Harmonie ist angesagt - und die lässt sich zum Glück nicht vorschreiben, wie sie zu entstehen hat. Komplette Ausstattungskonzepte wie diese weiche, erdfarbene Alternative führen ebenso zum Ziel wie geschickt kombinierte Einzelelemente, erläutert die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Egal wie: Die freudlose sanitäre Zweckmäßigkeit gehört endgültig aufs Abstellgleis.Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / KeucoBild 476_1Abstimmung: Qualitäts-Duschwannen lassen sich heute nicht nur bodenbündig und damit ohne jegliche Stolperschwellen installieren, sie passen sich auch farblich z. B. dem für das Bad gewählten Fliesenkonzept an. "Coordinated Colours" nennt sich dieses System, das nach Meinung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) wesentlich dazu beiträgt, überzeugende Badeinheiten für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen zu schaffen. Es entspreche zudem der generellen Tendenz hin zu harmonischen und individuellen Gesamtlösungen.Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Kaldewei