21. Mai 2007
Gesamtdeutscher Gewinnertyp
Bonn - (vds) Das Bad setzt seine Entwicklung zum "Gewinnertyp" in der Privatsphäre der Bundesbürger offenbar unbeirrt fort. Darin sind sich West- und Ostdeutsche im Prinzip ebenso einig wie Männer und Frauen. Auch in einzelnen Altersgruppen gibt es in dieser Hinsicht kaum Meinungsunterschiede. So lautet das Fazit einer neuen Umfrage, die das forsa-Institut für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und die Messe Frankfurt durchführte.Ein Schwerpunkt der für rund 65 Mio. Deutsche ab 14 Jahre repräsentativen Studie: Die Berliner Sozialforscher wollten wissen, welchen Wert das Bad als Entspannungsort im Vergleich zu anderen Wohnungsräumen wie Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer hat. Danach betrachten es 10 % der Bevölkerung selbst bei diesem "globalen" Thema als den wichtigsten Raum überhaupt. Weitere knapp 50 % stufen es als "relativ wichtig" ein. Dagegen stimmen nur 17 % der Kategorie "spielt gar keine Rolle" zu. Für die VDS als Dachorganisation der Sanitärbranche zeigt das Resultat "einmal mehr", dass das Bad als tägliche Anti-Stress-Zone für die Bundesbürger heute eine "Bank" ist. Das wirke sich natürlich auch auf die Ansprüche und Erwartungen der Verbraucher aus. Deshalb rücke die Ganzheitlichkeit des Bades bei Planung, Gestaltung und Ausstattung immer stärker in den Vordergrund.Dabei gehe es nicht zuletzt um die uneingeschränkte Nutzbarkeit für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen. Mit Blick darauf recherchierte forsa, ob die Deutschen ihr gegenwärtiges Bad für "mehrgenerationentauglich" halten. In der Addition bejahen das selbstbewusste 69 %, die die entsprechende Funktion als "voll und ganz" bzw. "recht gut" gegeben bezeichnen. Insgesamt 30 % siedeln sich aber mit ihrem Votum für "wenig" bzw. "gar nicht" geeignet eher in der "Nein"-Rubrik an. Zumindest bei der zweiten Gruppe, die für fast 20 Mio. Bundesbürger steht, sehen die Sanitärexperten einen konkreten Informationsbedarf zum "Badkomfort für Generationen".Schließlich widmete sich die Studie einem Bereich, der nach Ansicht des Bonner Dachverbandes von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk in den letzten Jahren "zu Unrecht kaum noch Schlagzeilen machte": den vielfältigen Wasserspar-Möglichkeiten im Bad. Über die fühlen sich laut forsa 43 % der Deutschen "umfassend" und 36 % "einigermaßen" informiert. Die Sanitärbranche wertet das "erfreuliche Resultat" auch als Bestätigung für die Effizienz ihrer gezielten Aufklärungsarbeit.Ungeachtet dessen räumen nach wie vor 21 % der Bevölkerung ein, "wenig bzw. überhaupt nicht" darüber unterrichtet zu sein, wie sie in der Praxis die lebenswichtige Ressource Wasser ohne Komforteinbußen schonend behandeln können. Tendenziell spüren hier Männer und jüngere Personen die meisten Defizite. Nach VDS-Auffassung bleibt daher "noch eine Menge zu tun", um die Menschen einerseits fundiert zu beraten und andererseits zu sinnvollen Investitionen zu motivieren. Bewährte Beispiele dafür seien ökonomische, oft noch mit zusätzlichen Stopptasten ausgerüstete Toiletten- und Urinalspülungen sowie Einhebelmischer, Thermostat- und Sensorarmaturen an Dusche, Wanne und Waschtisch.Bildunterschrift Grafik 388Kontinuität: Marktforscher stimmen seit vielen Jahren in einem Punkt stets überein - das Bad ist als Anti-Stress-Raum für die Bundesbürger eine "Bank". Den jüngsten Beweis dafür lieferte eine neue Repräsentativ-Umfrage, die das forsa-Institut im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Messe Frankfurt durchführte. Die zentrale Erkenntnis: Selbst im Vergleich zu "Wohnzimmer & Co." hat das Bad für 6 von 10 Deutschen ab 14 Jahre einen hohen Entspannungswert.