18. Aug 2008

Eins nach dem anderen

Bonn - (vds) Ein neues Bad ist wie ein neues Auto: Es soll in allen Belangen passen, optisch überzeugen, funktionell und sicher sein, dem neuesten Stand der Technik entsprechen - und eine sparsame Haushaltsführung begünstigen. Noch entschiedener als beim fahrbaren Untersatz verlangen alle Familienmitglieder außerdem danach, sich darin rundum wohlfühlen zu können. Ein anspruchsvolles Ziel, das nur mit dem nötigen Know-how und der entsprechenden Fachkompetenz sicher erreicht wird, erklärt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Dagegen lässt sich, so die Auskunft des Branchenverbandes, die Vision vom Wunschbad problemlos eigenhändig konkretisieren. Die Tipps zur Vorgehensweise: Alle künftigen Benutzer füllen Wunschzettel aus, legen in geselliger Runde die Prioritäten fest und prüfen die räumlichen Gegebenheiten. Nachdem die Größe herkömmlicher Badezimmer den modernen Ansprüchen kaum noch genügt, sollte darüber nachgedacht werden, die Anzahl der Quadratmeter durch einen Durchbruch zur Abstellkammer oder zu einem leer stehenden Zimmer zu erhöhen. Zudem kann eine clevere Planung die Ausstattung auch auf gleicher Fläche verbessern - zum Beispiel über eine unkonventionellere Anordnung von Dusche, WC und Waschbecken. Schließlich muss ja nicht immer alles einfach an der Wand aneinandergereiht werden. Installationsblöcke bergen da erstaunliche Lösungen. Wichtig: Bei jeder Idee stets die Bewegungsfreiheit im Blick haben. Vor Objekten sind das zum Beispiel wenigstens 75 Zentimeter. "Tag des Bades" zur Information nutzen Anschließend empfiehlt es sich, die vielen verschiedenen Angebote der Markenhersteller im Sanitärfachhandel unter die Lupe zu nehmen. Eine gute Gelegenheit dafür bietet der "Tag des Bades" am 20. September 2008. Dabei winkt jedem Ausstellungsbesucher ein bundesweites Gewinnspiel mit wertvollen Preisen. Sind die gedanklichen Vorarbeiten abgeschlossen, lässt sich am Computer mit dem Badplaner von www.gutesbad.de ermitteln, inwieweit Wunsch und Wirklichkeit zu vereinbaren sind. Die erzielten Resultate ersetzen laut VDS zwar nicht ein fachgerechtes Konzept, sie geben jedoch einen ersten Vorgeschmack. Dem autorisierten Sanitärinstallateur, der zur Feinabstimmung in jedem Fall hinzugezogen werden müsse, seien sie obendrein eine wertvolle Hilfestellung bei der Auswahl der Ausstattung sowie bei der Kalkulation und späteren detaillierten Umsetzung. Darüber hinaus wisse er um die baulichen und technischen Möglichkeiten und könne "mit Gewähr" Veränderungen am Wasser- und Heizungsnetz vornehmen. Nachfragen lohnt sich: Wie es weiter heißt, koordiniert der SHK-Profi je nach Umfang der Renovierung oder Modernisierung vielleicht sogar die anderen Gewerke wie Maurer, Elektriker oder Fliesenleger. Im Gegenzug sollte man alles, was seine Tätigkeiten behindern könnte, aus dem Weg räumen und Vorkehrungen gegen Staub und Schmutz treffen. Auch sei es ratsam, die Nachbarn in das Projekt "Badumbau" mit einzubeziehen und sie darum zu bitten, im Notfall ihr Bad zur Mitbenutzung zur Verfügung zu stellen. Bildunterschrift Bild 3018 Wer sein Bad reibungslos umbauen will, darf keinesfalls überstürzt handeln. Besser ist es, eins nach dem anderen in die Hand zu nehmen und zu entscheiden. Das Zehn-Schritte-Programm der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) gibt erste Hilfe bei Planung und Organisation. Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Text Grafik Eins nach dem anderen: Zehn Schritte zum Wunschbad 1. Vorstellungen ermitteln: Wünsche im Familienrat notieren 2. Raum optimieren: ungenutzte Flächen einbeziehen 3. Anordnung variieren: Objekte "unkonventionell" positionieren 4. Angebot prüfen: Ausstellungen besuchen und Prospekte wälzen 5. Wünsche konkretisieren: unter www.gutesbad.de virtuelles Bad kreieren 6. Partner suchen: Sanitärinstallateur einbeziehen 7. Sicherer wählen: nur autorisierten Fachbetrieb beauftragen 8. Immer nachfragen: möglichst "Bad aus einer Hand" realisieren 9. Baustelle einrichten: Wege freiräumen und Mobiliar verhüllen 10. Auf Nachbarschaftshilfe bauen: Lärm und Staub "anmelden" und um Ersatz-WC bitten

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