24. Jul 2008
Verantwortungsvolle Wasserwirtschaft: Auch private Haushalte sind gefordert
Bonn - (vds) Die Trinkwasserreserven der Erde verknappen sich zusehends, und ein Ende dieser Entwicklung scheint nicht in Sicht. Weil Trinkwasser aber ebenso lebensnotwendig wie unersetzlich ist, könnte es daher eines Tages zum begehrtesten aller Luxusartikel werden. Höchste Zeit also, mit den noch vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen und auch in Privathaushalten eine verantwortungsvolle "Wasserwirtschaft" zu betreiben.Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat mittels einer neuen forsa-Umfrage recherchiert, wieweit rund 61 Millionen Bundesbürger sich der Notwendigkeit bewusst sind, Trinkwasser mit Bedacht zu verwenden. Die repräsentativen Ergebnisse verblüffen: Obgleich die Vereinten Nationen das Jahr 2008 aus Sorge um das schwindende Trinkwasser weltweit zum "Year of Sanitation" erklärten, zeigen sich deutsche Verbraucher eher unbeeindruckt und uninformiert. Ganze 7 Prozent waren in der Lage, den eigenen Wasserkonsum pro Kopf und Tag mit "bis zu 125 Litern" korrekt einzuschätzen. Die große Mehrheit hingegen hielt den persönlichen Bedarf für viel geringer, als er tatsächlich ist, und wusste wenig über sinnvolle Einsparmöglichkeiten."Bedenklich" findet Jens J. Wischmann zudem, dass nur jeder fünfte Deutsche die Qualität seines Trinkwassers jemals hat prüfen lassen und die meisten der Befragten auch in Zukunft keine Kontrolle planen. "Über die gesundheitlichen Risiken durch verunreinigtes Trinkwasser ist kaum etwas bekannt", konstatiert der VDS-Geschäftsführer. Denn obwohl sauberes Trinkwasser ins Haus hineinfließt, kommt es aus der Entnahmestelle, dem "Wasserhahn", nicht automatisch wieder sauber heraus. Sowohl das Material als auch der Zustand der haus- bzw. wohnungseigenen Installationen wie Rohrleitungen und Armaturen beeinflussen seine Beschaffenheit entscheidend. Gleiches gilt für die jeweiligen Nutzungsgewohnheiten der Verbraucher.Die VDS als Dachverband der Sanitärbranche rät daher, das häusliche Trinkwassersystem unbedingt von einem Fachbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) entwerfen und erstellen zu lassen. Darüber hinaus nähmen die Profis vorhandene Anlagen genau unter die Lupe, sanierten zuverlässig und technisch funktional und erläuterten den ökonomisch wie hygienisch optimalen Umgang mit Trinkwasser. Eine gute Gelegenheit, sich u. a. mit den Möglichkeiten und Risiken der eigenen Trinkwasserinstallation vertraut zu machen, biete der "Tag des Bades" am 20. September 2008. Informationen dazu gibt es, so heißt es weiter, im Internet unter www.gutesbad.de.Bildtexte:Datum: Juli 2008Weltweit hat sich der Wasserverbrauch in den letzten 50 Jahren versechsfacht. In deutschen Haushalten glaubt man zwar, sparsam mit dem kostbaren Gut umzugehen, doch tatsächlich lagen 71 Prozent der Bundesbürger mit der Einschätzung ihres eigenen täglichen Bedarfs gründlich daneben. Gerade einmal 7 Prozent gaben mit "bis zu 125 Liter" den korrekten Wert an. Das ermittelte forsa im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS).Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 3010Datum: Juli 2008Lediglich jeder fünfte Bundesbürger hat die Qualität seines Trinkwassers überhaupt schon einmal kontrollieren lassen. Und wenngleich die meisten Wasserproben in Ordnung waren, zeigten sich doch in 17 Prozent der Fälle Beanstandungen, die gesundheitlich und hygienisch bedenklich sein könnten.Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 3013Datum: Juli 2008Heimische Trinkwasserinstallationen sollten unbedingt von SHK-Fachbetrieben geplant, erstellt und regelmäßig gewartet werden. Sonst besteht die Gefahr, dass jahrelang unentdeckte fehlerhafte Stellen etwa im Leitungssystem die Wasserqualität beeinträchtigen. Darüber hinaus beraten die Profis laut Aussage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft beim ökonomisch wie hygienisch optimalen Umgang mit der wertvollen Ressource.Foto: VDS/ZVSHK Bild 4007