02. Jun 2009
Dachbäder mit Köpfchen planen
Dachspeicher geschickt genutzt: Bad schlägt der Schräge ein Schnippchen / Kopffreiheit und andere wichtige Richtmaße / VDS empfiehlt Blick nach oben und in den Raum / Clever Verstauen hinterm Kniestock / Maßanfertigung vom Markenhersteller / Für mehr als eine Handvoll Information: Am 19.09.2009 ist der 5. „Tag des Bades“!
Bonn – (vds) Das Bad in den Dachboden zu verlegen, kann eine ideale Lösung sein. Lassen sich mit dieser Maßnahme doch Ausstattungswünsche realisieren, die bisher am Platzangebot „eins tiefer“ scheiterten. Wer dann noch die lang entbehrte Badewanne geschickt unter einem Dachfenster platziert, darf sich zu jeder Tageszeit auf außergewöhnliche Aussichten freuen.
Allerdings: So schön sie zu bewohnen sind, so schwierig sind Dachbäder zu planen – vor allem im Hinblick auf ausreichende Kopffreiheit. Egal, wie man den Grundriss dreht und wendet, stets gilt es der Schräge ein Schnippchen zu schlagen. Bei Dächern mit einer Neigung unter 35 Grad raten viele Experten grundsätzlich von einem Umbau zum Wohlfühlbad ab. Als wichtiges Orientierungsmaß für die Funktionstüchtigkeit werden außerdem „Zwei-Meter-Linien“ genannt. So benötigt der Mensch in der Regel zwei Meter in der Höhe und zwei Meter in der Breite, um vor dem Waschtisch aufrecht zu stehen und sich problemlos abzutrocknen.
Wer auch oder gerade als größerer Hausbewohner mit seinem Bad rundum erfolgreich ‘gen Himmel abheben möchte, dem empfiehlt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zudem die Einhaltung folgender Richtmaße bzw. Tipps. So sollte laut Aussage des Bonner Dachverbandes
• das WC an der Hinterkante eine Kopffreiheit von 130, an der Vorderkante von 175 cm aufweisen.
• bei Duschen oder Badewannen mit Wandbrause vom Wannenboden aus gemessen eine Streckhöhe von mindestens 220 cm vorgesehen werden – etwa zum problemlosen Haarewaschen im Stehen.
• die Duschabtrennung werkseitig Ausgleichsmöglichkeiten bei der Montage vorsehen. Das ist vor allem bei unebener Dachschräge wichtig. Bei einem Modell mit Drehtür muss darüber hinaus gewährleistet sein, dass diese nicht gegen die Schräge öffnet.
• die Badewanne, wenn sie bei einer Dachneigung zwischen 25 und 45 Grad mit ihrer Schmalseite unter der Schräge sitzt, mindestens 160 cm lang sein.
• der Fußboden in jedem Fall auf seine Tragfähigkeit geprüft werden. Denn eine gefüllte Badewanne bringt schnell mehrere Zentner auf die Waage.
Wie es heißt, richtet sich bei sorgfältigen Entwürfen das Auge aber nicht nur nach oben, sondern auch auf die Raumaufteilung in verschiedene Bereiche. Dabei können Elemente für Vorwandinstallationen als Trennwände fungieren, die auf beiden Seiten Sanitärobjekte tragen. Je nach vorhandenen Quadratmetern lohnt es sich zudem, den Kniestock vorzusetzen und den Hohlraum dahinter als Stauraum auszubauen.
Überhaupt ist im Dachbad das Maßschneidern von Schränken, Spiegeln oder Duschabtrennungen speziell für den Einbau unter der Schräge zwar oft die teurere, dafür aber auf Sicht die perfektere Lösung, so die VDS weiter. Markenhersteller bieten für die vielfältigsten Badsituationen und ungünstigsten Raumschnitte eine breite Produktpalette sowie die Möglichkeit zur Sonderanfertigung. Wer sich von dem Angebot überzeugen möchte, sollte dafür den 5. „Tag des Bades“ am 19.09.2009 nutzen. Unter www.gutesbad.de gibt es erste Informationen.
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Für viele das Höchste: Wer unterm Dach badet, genießt außergewöhnliche Aussichten – vorausgesetzt, Statik und Planung stimmen. Da eine gefüllte Badewanne schnell mehrere Zentner auf die Waage bringen kann, sollte in jedem Fall der Fußboden auf Tragfähigkeit geprüft werden. Wer darüber hinaus der Schräge nicht nur ein Schnippchen schlägt, sondern sie und ihre Umgebung geschickt in die Raumarchitektur einbezieht, darf sich laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) am Ende auf entspannende Wannenwonnen freuen.
Foto: VDS / Duravit Bild 4038
Im Bad unter der Schräge gilt Kopffreiheit als das A und O. Aufrechtes Stehen vor jedem Sanitärobjekt ist ebenso ein Muss wie der zusätzliche Platzbedarf für rundum bequemes Abtrocknen, erklärt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Bei einer Dusche mit Wandbrause sollte vom Wannenboden aus gemessen eine Streckhöhe von mindestens 220 cm vorgesehen werden – etwa zum problemlosen Haarewaschen im Stehen, lautet ein weiterer Tipp des Bonner Dachverbandes.
Foto: VDS / Villeroy & Boch Bild 4039