17. Mrz 2009

Deutsche sperren Krise aus

Deutsche sperren Krise aus

Zuhause als „privater Rückzugsort“ im Aufwind / Steigende Bedeutung / Gesamtdeutscher Trend / Mehr Badinvestitionen? / Größtes Ärgernis: zu kleines Bad / Profis als Frust-Beseitiger / Wasser und Nachhaltigkeit – ein unbeschriebenes Blatt / Aufklärung verstärken / Neue forsa-Umfrage

Bonn – (vds) Unter dem Einfluss der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise macht das Motto „My home is my castle“ bei den Deutschen wieder Karriere. Das jedenfalls lässt sich aus einer neuen forsa-Studie schließen. Danach glauben 67 % und damit zwei Drittel der Bevölkerung, dass das Gewicht von Haus und Wohnung als „privater Rückzugsort“ für die Menschen durch die Krise „stark“ bzw. „etwas“ steigt. 22 % gehen von einer unveränderten und nur 6 % von einer geringeren Bedeutung aus, ergab die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Messe Frankfurt initiierte Erhebung. Sie ist für rund 62 Mio. Bundesbürger ab 18 Jahre repräsentativ. Für die Sanitärbranche hat das „eindrucksvolle Votum Rückenwind-Qualitäten“, erklärt ihr Dachverband. Es erhöhe nämlich die Chancen für eine wachsende Bereitschaft der Deutschen, in das Bad als Erlebnis- und Regenerationsraum zu investieren. Das gelte umso mehr, als es sich laut Umfrage um einen „eindeutigen nationalen Trend“ handele. Das bestätige die statistische Detailanalyse z. B. in den Gruppen Region, Geschlecht, Alter sowie Haushaltsgröße.

Bezogen auf ihre ganz persönliche Situation stufen drei von zehn Bundesbürgern den Stellenwert des eigenen Zuhauses als Rückzugsmöglichkeit jetzt höher ein als vor der Krise. Für 65 % verändert er sich dadurch nicht. Der VDS-Kommentar: „Bei sich selbst halten die Menschen den ‚Trutzburg-Charakter’ des häuslichen Umfeldes offenbar ohnehin für stark ausgeprägt.“ Insofern sei es fast sogar überraschend, dass knapp 30 % einen nochmaligen Bedeutungsanstieg bejahten.

Ausnahme „Zahnpastatube“

Zudem brachte forsa in Erfahrung, was die Deutschen an und in ihren Bädern am meisten stört. Frust-Hit Nummer 1 ist danach das „zu kleine Bad“ (33 %). Besonders die jüngere Generation kritisiert diesen unbefriedigenden Status quo: In der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre bemängelt jeder Zweite die Platznot. Generell verbergen sich dahinter nach Meinung der Sanitärexperten sowohl der Wunsch nach einem größeren Bad als auch eventuelle Informationsdefizite im Hinblick auf die vielfältigen Lösungen, selbst Miniräume wohnlich einzurichten. Die Empfehlung: sich von Profis beraten lassen, ihre ständigen Badausstellungen besuchen oder im Internet etwa unter www.gutesbad.de recherchieren.

Gleiches biete sich bei dem Gros der übrigen ermittelten Aufreger an. Dazu gehören der Studie zufolge Schmutz und Unordnung (jeweils 27 %), kein Fenster im Bad (20 %), die gesamte Ausstattung (12 %), Wasserprobleme (11 %) und mangelnde Heizung (9 %). Lediglich bei der beinahe sprichwörtlichen „ausgedrückten Zahnpastatube“, über die sich immerhin 18 % der Bundesbürger ärgern, könne der Fachmann nicht für Abhilfe sorgen.

Wichtige Aufgabe

Ganz anders sehe das bei der seriösen Aufklärungsarbeit in Sachen „Wasserverantwortung“ aus. Sie wird stets dringlicher, wie die Berliner Sozialforscher weiter herausfanden. Denn: Danach fällt der Hälfte der Bundesbürger zu „Wasser und Nachhaltigkeit“ spontan nichts ein. Am ehesten denken sie hier noch an Wasser sparen (10 %), Wasserknappheit (7 %) und Wasserverschmutzung vermeiden (5 %).

Die Aufgabe, mit der lebenswichtigen Ressource „Wasser“ ebenso schonend wie intelligent umzugehen, müsse man daher erheblich stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken. Dabei komme es auf eine umfassende Definition des Nachhaltigkeits-Prinzips an, das z. B. nicht nur auf Einzelaspekte wie Wasser sparen zu verengen sei. Gerade auf diesem komplexen Gebiet engagiert sich die Sanitärwirtschaft weiter intensiv, betont die VDS.

 
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Datum: März 2009

Karriere: Unter dem Eindruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kommt bei den Deutschen das Motto „My home is my castle“ noch mehr zu Ehren. Das lässt sich aus einer neuen forsa-Studie schließen. Danach glauben 67 % und damit zwei Drittel der Bevölkerung, dass das Gewicht von Haus und Wohnung als „privater Rückzugsort“ für die Menschen „stark“ bzw. „etwas“ steigt. Für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat das Votum „Rückenwind-Qualitäten“. Es erhöhe nämlich die Chancen für eine wachsende Bereitschaft der Bundesbürger, in das Bad als Erlebnis- und Regenerationsraum zu investieren.

Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 3023

 Aufreger: Das „zu kleine Bad“ ist für die Deutschen das größte sanitäre Ärgernis. Das fand jetzt eine im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Messe Frankfurt durchgeführte repräsentative forsa-Untersuchung heraus. Auch bei den meisten anderen ermittelten Störenfrieden können Bad-Profis, wie es heißt, schnell und wirksam für Abhilfe sorgen. Eine Ausnahme: Die „ausgedrückten Zahnpastatuben“, über die sich immerhin 18 % der Bundesbürger beklagen.

Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 3025

 Defizite: Jedem zweiten Deutschen ab 18 Jahre fällt zu „Wasser und Nachhaltigkeit“ spontan nichts ein. Am ehesten denken die Bundesbürger laut einer aktuellen forsa-Umfrage hier noch an Wasser sparen, Wasserknappheit und Wasserverschmutzung vermeiden. Diese Resultate machen es nach Auffassung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) unverzichtbar, den verantwortungsvollen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource erheblich stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Man dürfe das komplexe Thema nicht auf Einzelaspekte beschränken.

Grafik: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 3024

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