27. Sep 2010
"Tag des Bades" 2010: Frischer Rückenwind
Bonn – (vds) Von einem „starken Medienecho“ und einem „zusätzlichen Rückenwind für die anziehende Badkonjunktur“ spricht die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in einem ersten Rückblick auf den bundesweiten „Tag des Bades“ am 18. September 2010. Zudem habe sich die bereits in den Vorjahren gemachte Erfahrung „erneut eindrucksvoll bestätigt“, dass die „engagierte Vernetzung“ der zentralen überregionalen Vermarktung mit ideenreichen Aktivitäten „vor Ort“ die beste Erfolgsbasis schaffe. Aus den bisher vorliegenden Daten, Ergebnissen und Meinungen lasse sich auf ein wachsendes konkretes Verbraucherinteresse an Badinvestitionen schließen. Das gelte u. a. für die als Zielgruppe immer wichtigere „50plus-Generation“. Für die Dachorganisation von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk ist der einzige gemeinsame nationale Branchenauftritt per saldo auf einem „guten Weg“, sich als Institution fest zu etablieren. Er werde deshalb 2011 mit hoher Wahrscheinlichkeit und dann zum siebten Mal wieder auf dem Programm stehen.
Als richtig erwies sich nach Auffassung von VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann die bereits früh kommunizierte Beteiligungs devise „Qualität vor Quantität“. Auch die daraus resultierende Entscheidung, gegenüber den mitwirkenden Betrieben 2010 erstmals „Leistungskriterien“ zu formulieren, sei insgesamt auf breite Akzeptanz gestoßen. Insofern könne man mit der registrierten Ausstellungszahl von rund 400 durchaus „leben“. Es bleibe dabei, dass die Zufriedenheit der Bad-Profis letztlich davon abhänge, ob und wie sie für den nötigen Event-Charakter der Veranstaltung sorgten.
Neues und Effizientes
Die vielfältigen Bemühungen des Dachverbandes, den „Tag des Bades“ deutschlandweit anzukündigen und zu begleiten, hätten ihre Wirkung nicht verfehlt. Das zeige schon eine vorläufige statistische Bilanz. Danach sahen u. a. etwa 11 Mio. Bundesbürger ab 14 Jahre die von den Mitgliedern des IndustrieForum Sanitär (IFS) finanzierten TV-Spots in ARD und ZDF. Die Fernsehwerbung habe wesentlich zu den ca. 120.000 Zugriffen beigetragen, die vom 12. bis 18. September bei www.gutesbad.de gezählt wurden. Im Übrigen ging die zentrale Publikums-Plattform kurz vor dem Aktionstag mit einer inhaltlich und gestalterisch völlig neuen Konzeption ans Netz, ergänzt Wischmann. „Just in time“ sei für die Betriebe ferner der 28-seitige Praxis-Ratgeber „Ihr Weg zum Traumbad“ verfügbar gewesen.
Auch oder gerade die systematische Projekt-PR bewährte sich, wie es heißt, abermals als effiziente Kommunikationssäule. Danach erstreckte sich das Spektrum der speziellen und zum Teil mit exklusiven Kooperationen verbundenen Veröffentlichungen von populären Publikumstiteln wie „Bild der Frau“ über namhafte Wohnkultur-, Bausparer- und Renovierermedien wie „Zuhause Wohnen“, „Schöner Wohnen“, „Das Haus“, „Mein EigenHeim“, „wohnen“ und „Althaus modernisieren“ bis zu zahlreichen Tageszeitungen und Online-Diensten. Dadurch könne man davon ausgehen, dass sich allein im Printsektor das „redaktionelle Echo“ auf eine verbreitete Auflage von mindestens 20 Mio. Exemplaren summiere. Neben der gezielten Lenkung der Verbraucher zu den Großhandels- und Handwerkerausstellungen hebt Wischmann einen weiteren Pluspunkt dieser Arbeit hervor: Die VDS nutze so den aktuellen Anlass, um das Bad und die Kompetenz der Profi-Schiene bei der Bevölkerung generell zu thematisieren. Schon das mache den „Tag des Bades“ für die Branche im Grunde unverzichtbar.
Das zur Unterstützung der Firmen entwickelte und von ihnen abgerufene Aktionsmittelpaket bildete den Angaben zufolge zusammen mit dem nationalen Gewinnspiel den Rahmen für individuelle Verbraucheroffensiven. Wieder habe eine Reihe nachahmenswerter Praxisbeispiele demonstriert, wie zeitgemäßes Badmarketing auf lokaler Ebene funktioniere. Ob Kooperationen mit Kosmetik- und Fitness-Studios, Autohäusern, Banken und Krankenkassen; ob Verpflegung und Spaß für „Jung und Alt“; ob eigene Gewinnspiel-Initiativen; ob Pendelbusse und Pferdekutschen zum Transfer der Besucher vom Stadtkern zur Ausstellung; ob intensive Projektallianzen zwischen Großhandel und Handwerk – das „Mehr tun als andere“ sei offenbar erneut eine lohnende Devise gewesen. Was sich laut Wischmann in messbaren Resultaten wie bis zu 1.000 Interessenten, einer Fülle konkreter Beratungen mit Vereinbarung von Folgeterminen und sogar unmittelbaren Geschäftsabschlüssen niederschlug.
Erfreuliches und Differenziertes
Und wie bewerten aktive Teilnehmer die Veranstaltung bzw. ihre künftige Mitwirkung am „Tag des Bades“? Dirk Schlag, Verkaufsleiter Sanitär bei Eugen König in Koblenz, ist rundum zufrieden: „Für uns war die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg. An zwei Tagen hatten wir über 1.000 Besucher in unserer Ausstellung. Die Quantität allein ist jedoch nicht entscheidend, vielmehr zählt besonders die Qualität. Und auch die hat gestimmt: Es waren überwiegend Kunden mit Kaufabsicht hier. Das lässt auf einen heißen Herbst hoffen.“ Bastian Hördemann, Geschäftsführer von Elmer in Bottrop, gibt ein differenziertes Statement zu Protokoll: „Eine gute Resonanz konnten wir dort erzielen, wo wir insbesondere durch ganzseitige, mehrfarbige Auftritte in der Presse auf die Elmer-Aktivitäten aufmerksam machten und zudem Endverbraucher im Vorfeld von Fachhandwerkern eingeladen wurden. Als Fazit ist festzustellen: Ohne entsprechende professionelle Vorbereitung und Durchführung mit motivierten Mitarbeitern und auch aktiven Fachhandwerkern kann eine Aktion wie der ‚Tag des Bades’ nicht erfolgreich gestaltet werden. Wir nehmen auch in Zukunft gerne teil. Das war im Übrigen auch die Aussage unserer mitwirkenden Kunden, die bereits an ‚Ort und Stelle’ feste Aufträge buchen konnten.“
2011 will Brigitte Kohler ebenfalls wieder dabei sein. Die Geschäftsführerin eines SHK-Familienunternehmens in Renchen im Ortenaukreis plant dann „erneut eine größere Aktion, nachdem wir diesmal nur einige Anzeigen geschaltet und die VDS-Werbemittel eingesetzt haben.“ Letztere bezeichnet auch Jörn Graumann als „gut“. Das reicht aber nach Überzeugung des Geschäftsführers des Handwerksbetriebes Borcherding im niedersächsischen Lemförde nicht aus: „Wir haben zusätzlich noch 15.000 eigene Flyer verteilt. So waren mehrere Interessenten für Komplettbadsanierungen in der Ausstellung. Für die Woche nach dem Aktionstag ergaben sich schon drei Aufmaßtermine. Gut angenommen wurde auch das Gewinnspiel.“
Überwältigendes und Lohnendes
Im Sinne eines „ganzheitlichen gemeinsamen Branchentages“ freut sich Wischmann schließlich über die 2010 nochmals gewachsene Bereitschaft der Markenindustrie zu eigenen Veranstaltungen. Für Keramag war das nach Aussage von Beate Vetter sogar eine Premiere. Die Leiterin Marken-Kommunikation: „Wir haben in diesem Jahr zum ersten Mal unsere Ausstellung in Ratingen geöffnet und das in der Region durch Anzeigen in der Lokalpresse publik gemacht. Wir konnten rund 400 Besucher begrüßen. Mit dieser über wältigenden Resonanz haben wir nicht gerechnet. Das Bad-Interesse der Endverbraucher ist offenkundig sehr hoch. Aus heutiger Sicht können wir die in den letzten Jahren auch zu hörende Kritik am ‚Tag des Bades’ überhaupt nicht nachvollziehen. Wir sind froh, aktiv dabei gewesen zu sein.“ Auch für Franz Kook hat sich das „Engagement auf alle Fälle gelohnt“. Der Duravit-Vorstandsvorsitzende: „Wir konnten in Hornberg über 600 Gäste begrüßen. In unserem Design-Center herrschte den ganzen Tag über ein ‚Riesengewusel’. Erfreulich war u. a., dass viele Besucher ein ernsthaftes Interesse an dem Thema ‚Wellness’ zeigten und das Beratungsangebot intensiv nutzten. Offensichtlich haben wir bei vielen Verbrauchern den Traum von einem neuen Bad geweckt, denn es haben sich z. B. wesentlich mehr Personen als in den vergangenen Jahren an dem bundesweiten VDS-Gewinnspiel beteiligt. Insgesamt also eine sehr positive Bilanz von unserer Seite.“
Zufriedenheit pur auch im saarländischen Mettlach. Für Villeroy & Boch konstatiert mit Jürgen Beining der Vertriebsdirektor Zentraleuropa: „Wir sind von dem Aktions- und Info-Tag rund um Bad und Wellness wirklich begeistert. In diesem Jahr zählten wir rund 1.000 Besucher in unserem Info-Centrum. Vom ersten ‚Schnupperkontakt’ bis zum ausführlichen Beratungsgespräch war das ganze Interessenten-Spektrum vertreten. Auch die Aktionen in unseren Centren in Berlin und München kamen bei den Ausstellungsbesuchern gut an. Ich denke, dass wir für unsere Marktpartner in Handel und Handwerk einiges auf den Weg gebracht haben.“ Eine Leistung, die die VDS laut Wischmann dem Engagement der übrigen Markenproduzenten „natürlich ebenfalls gerne attestiert“.
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Impulse: Auch als „zusätzlichen Rückenwind für die wieder anziehende Badkonjunktur“ bezeichnet die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) den bundesweiten „Tag des Bades“ am 18. September 2010. Wie der Branchen-Dachverband in einem ersten Resümee meldet, erwies sich das Prinzip „Mehr tun als andere“ erneut als Erfolgsmotto für die rund 400 teilnehmenden Ausstellungen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 4125
Konsequenz: Wer das „Herzlich Willkommen“ nicht nur intensiv ankündigte, sondern auch originell und professionell umsetzte, gehörte wieder zu den Gewinnern des „Tag des Bades“. Neben dieser erneut bestätigten Erfahrung weist die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) auf die Effizienz des umfangreichen zentralen Ankündigungs- und Flankierungspaketes hin. Vorläufige Resultate: Etwa 11 Mio. Zuschauer bei den TV-Spots in ARD und ZDF; rund 120.000 Zugriffe auf www.gutesbad.de vom 12. bis 18. September; projektbezogene Veröffentlichungen mit einer verbreiteten Gesamtauflage von „mindestens“ ca. 20 Mio. Exemplaren als Effekt der nationalen PR-Arbeit.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 4126
Institution: Der „Tag des Bades“ als einzige gemeinsame Verbraucheraktivität der Sanitärbranche auf der nationalen Bühne ist nach Überzeugung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) „im Grunde unverzichtbar“. Dafür sorge schon das „starke Medienecho“, auf das die Initiative auch 2010 gestoßen sei. Dadurch könne man u. a. das Thema „Bad“ generell in der Öffentlichkeit kompetent besetzen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 4127
Tendenz: Die Aussage, dass während des „Tag des Bades“ überwiegend Kunden mit mehr oder minder konkreten Kaufabsichten in den Ausstellungen waren, fiel relativ häufig. Das berichtet die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) als ein Ergebnis ihrer „Vor-Ort-Recherchen“. Für einen Frontkämpfer im Übrigen Grund genug, auf „einen heißen Herbst“ zu hoffen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Bild 4128