11. Dez 2014

Von kunterbunt bis elterntauglich: Kinder, was für ein Badezimmer!

VDS: Ein eigenes Bad für die Kinder kann Familienfrieden sichern / Alles kunterbunt – von der Toilette mit Löwentatzen bis zur kompletten Badserie / Kein Platz, kein Problem: Kindgerecht geht auch im Bad für die Großen / Höhenverstellbare Elemente richten sich nach dem jeweiligen Nutzer / Groß hilft Klein am Doppelwaschtisch / Einbauwanne mit breiter Einfassung planen / 12. bis 15. März 2015: „ISH“ in Frankfurt zeigt Bäder zum Wohlfühlen für alle

Bonn – (vds) Kinder bei Laune zu halten, kann durchaus zur Herausforderung werden – und das schon am Morgen: Johanna will unbedingt dem Bären die Zähne putzen, Leon weint, weil er sich nicht im Spiegel sehen kann, und Toni lässt mal wieder den Klodeckel so laut zuknallen, dass Papa sauer wird. Wie gut, wenn man diesem Unfrieden mit einem Extra-Bad für die Kids vorbeugen kann und mit dieser Maßnahme so ganz nebenbei dafür sorgt, dass die Kleinen selbstständiger werden. Das Angebot im Sanitärfachhandel reicht von der niedrigeren Toilette mit Löwentatzen für die Füße und Sitz in Schildkrötenoptik über Fliesen mit Zebras und Giraffen bis hin zur quietschbunten Badserie ohne Ecken und Kanten. Ganz klar: Hier würden sich Johanna & Co. ebenfalls rundum wohlfühlen. Und was für die Kleinen von Vorteil ist, entlastet schließlich auch die Eltern. Leider hat aber nicht jeder Platz für so ein eigenes Kinderbadeparadies.

Dennoch gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, ein Badezimmer kindgerecht zu gestalten, ohne dass es für die Eltern unbequem wird. Ein höhenverstellbarer Waschtisch richtet sich laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) quasi nach seinem Nutzer. Die aktuellen Modelle haben ihre Vorgänger in puncto Technik überholt und sehen heute wesentlich schicker als noch vor Jahren aus. Wer den (finanziellen) Aufwand scheut: Ein kleines Treppchen tut es auch, sollte jedoch mit Bedacht ausgewählt bzw. auf Stand- und Rutschsicherheit geprüft werden. Eine Alternative für Kleinkinder sind mobile Waschtische, die einfach auf die Badewanne aufgesetzt oder eingehängt werden.

Kippspiegel für den Dreikäsehoch

Ebenfalls praktisch, so der Bonner Dachverband, ist eine große, maßgefertigte Waschtischplatte, auf der, wenn man sie etwas niedriger anbringt, der Nachwuchs sitzen kann. Doppelwaschtische dagegen ermöglichen gemeinsames Waschen und zugleich die Hilfestellung durch Groß für Klein. Möbel müssen standfest und Regalböden im Inneren kippsicher sein, wenn kleine Hände daran ziehen oder nach Gegenständen greifen. Ebenfalls eine Überlegung wert sind Kippspiegel, in denen der Dreikäsehoch seine frisch gegelten Haare begutachten kann, ohne Klimmzüge machen zu müssen.

Bei aller Elternliebe: „Wer sein Bad kindgerecht plant, sollte immer daran denken, dass es auch gefallen muss, wenn der Nachwuchs flügge geworden ist“, sagt VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann. So sorgen Fliesen mit Tiermotiven oder Figuren zwar einige Jahre für gute Laune, lassen sich später jedoch nicht so einfach austauschen wie ein gemaltes Wandbild, farbenfrohe Accessoires, tiefer angebrachte Haken für Handtücher, die lustige Spülauslösung mit Augen oder ein spezieller Kinderduschkopf. Wenn es das Budget hergibt, dann empfiehlt Wischmann ein höhenverstellbares WC, bei dem jede Generation stets die für sie passende Sitzhöhe findet. Zudem sollte ein Sitz mit Absenkautomatik gewählt werden. Allzu temperamentvolles Zuwerfen des Deckels fällt damit geräuscharm aus.

Planungstipps für Badewanne und Dusche

Für eine besonders gute Lösung hält Wischmann eine Einbauwanne mit breiter Einfassung: „Sie macht das Beobachten bequem und erleichtert später das Abtrocknen und Anziehen der Kinder. Die Armaturen sollten so integriert werden, dass man sich nicht daran stoßen kann.“ Weitere Tipps: Beim Kauf einer Thermostat-Armatur nach einem integrierten Verbrühschutz fragen. In der Dusche sollte sich der Halter für die Brause zwar leicht verstellen lassen, dann aber sicher in der gewählten Position ruhen. Duschtüren, die nach innen und außen schwingen, erleichtern das Abbrausen der Kleinen, zudem wird die Reinigung einfacher. Bei einer fest fixierten Duschwand auf einen breiten Eingang achten. In die Planung ebenfalls mit einbeziehen: eine rutschfeste Duschfläche sowie einen Klappsitz. Beides macht den Wasserspaß sicherer und das in jedem Alter.

Bäder, in denen von den Kindern bis zu den Großeltern sich jeder wohlfühlen und zugleich sicher wähnen kann, gehören auch zum Angebot der „ISH“. Die weltgrößte Messe u. a. für innovatives Baddesign findet vom 10. bis 14. März 2015 in Frankfurt am Main statt und ist laut VDS für alle, die dem Nachwuchs und sich selbst den Aufenthalt im Badezimmer so angenehm wie möglich gestalten möchten, eine Informationsreise wert.




Bildtexte:

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Johanna will unbedingt dem Bären die Zähne putzen – im kindgerechten Bad ist das kein Problem.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Shutterstock / FamVeld


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Wer den Platz hat, richtet dem Nachwuchs ein eigenes Bad ein: in kräftigen Farben, mit niedriger angebrachtem Waschtisch in Wellenform und auf Kinderhände abgestimmten, kunterbunten Einhebelmischern.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Keramag


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Fabelhaftes Kinderklo: Die Kombination aus WC-Sitz und -Deckel erinnert an eine Schildkröte, die Füße an Löwentatzen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Keramag


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Wer den (finanziellen) Aufwand eines höhenverstellbaren Waschtisches scheut: Ein kleines Treppchen tut es auch, sollte jedoch mit Bedacht ausgewählt bzw. auf Stand- und Rutschsicherheit geprüft werden.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)


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Doppelwaschtische ermöglichen gemeinsames Waschen und zugleich die Hilfestellung durch Groß für Klein.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)


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Spielerisch lernen: Das lustige Augenmotiv hilft, Kindern die wassersparende 2-Mengen-Spülauslöung am WC zu erklären.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Geberit


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Lohnenswerte Anschaffung: Beim höhenverstellbaren WC findet jede Generation stets die für sie passende Sitzhöhe.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Viega


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Eine Einbauwanne mit breiter Einfassung macht das Beobachten kleiner Wasserratten bequem und erleichtert später das Abtrocknen und Anziehen.
Zeichnung: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Nicola Stammer

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