05. Nov 2014

Wenig Platz und doch viel Raum für Behaglichkeit: Wachstumsschub fürs Gästebad

Gästebäder: Zehn Einrichtungstipps, die mehr daraus machen / Alles an die Wand: Regale, Waschtische und „Multitasking“-Lösungen / Vielseitig mit Vorwand / Vorausschauend mit bodenebener Dusche / Altersgerecht als Option / Platzmacher: Geniale Accessoires, Farben und Nischen / Sammelschwächen als Willkommensgruß / Raum im Raum, wenn separat nicht geht

Bonn – (vds)
Wer seine Gäste ehrt, baut ihnen ein Bad und wahrt  zugleich die Intimsphäre des eigenen. Umgekehrt fühlen sich auch Besucher wohler, wenn sie nicht in das „Privatissimo“ ihrer Gastgeber eindringen müssen. Hauptsache ungestört, so die Devise. Da wird gerne in Kauf genommen, dass der Winzling seinem Namen alle Ehre macht. Fein dürfte er allemal sein, denn laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) lässt sich mit kluger Planung und einigen Tricks selbst aus wenigen Quadratmetern das Maximum herausholen.

Die zehn besten Tipps fürs Gästebad

1. Wände nutzen. Alles, was nicht unbedingt rumstehen muss, wird verbannt. Wuchtiger Stauraum jedoch ist im Gäste-WC passé. Besser, man hält sich mit schmalen Regalen und einem Waschtisch mit Unterschrank die Oberflächen frei und nimmt sich stattdessen an der Wand die Fläche zur Einrichtung, die am Boden fehlt. Möbel auf Rollen passen sich den jeweiligen Bedürfnissen an. Einbauschränke in ungenutzten Nischen werden als Wand empfunden und versperren nicht den Blick.

2. Auf die Linie achten. Anders als früher gibt es heute im Sanitärfachhandel Waschplätze in kurzen Abmessungen und schmalen Formen, die sich gut integrieren und kombinieren lassen. Auf der VDS-Homepage www.gutesbad.de werden zahlreiche Beispiele, die sich schön schlank machen, gezeigt. Besonders bequem für die Planung sind auch „Multitasking“-Lösungen. Sie vereinen Waschbecken mit Ablage, Armatur, Lichtspiegel und Accessoires zu einem schicken Ensemble.

3. Alternativen ausprobieren. WC-Installationssysteme mit einer geringen Bautiefe für den Unterputz-Spülkasten sparen wertvolle Raumzentimeter, was durchaus mitentscheidend für die Bewegungsfreiheit vor anderen Elementen oder den Einbau eines Urinals sein kann. Zudem bringen die „Vorwände“ neuen Schwung. Wer mag, verputzt sie oder verkleidet sie mit Holz. Bei dieser Variante ist jedoch eine ausreichende Hinterlüftung erforderlich.

4. Vorausschauend denken. Wenn Platz für eine Dusche ist – etwa durch einen Wanddurchbruch – sollte sie bodeneben sein. Das streckt zum einen den Raum. Zum anderen zahlt sich die Investition im Alter aus, wenn Treppensteigen schwerfällt und aus dem ebenerdig gelegenen Gäste- das Hauptbad wird. Außerdem: Ein Stromanschluss am WC lässt aus diesem später eine moderne Wohlfühltoilette mit integrierter Duschfunktion werden. Ein spezieller Aufsatz macht es möglich.

5. Planungsvorgaben beachten. Wer schon über eine barrierefreie Ausstattung nachdenkt, der sollte den von ihm beauftragten Sanitärfachhandwerker und/oder Berater in der Badausstellung in jedem Fall über mögliche Förderprogramme für altersgerechtes Umbauen und die Voraussetzungen dafür ausfragen. Weiterführende Informationen zu dem Thema gibt es unter www.aktion-barrierefreies-bad.de im Internet.

6. Platz gewinnen mit Accessoires. Ideal für kleine Räume und zugleich dekorativ: Handtuchhalter, die senkrecht an der Wand bis zu sechs eingerollte Gästehandtücher beherbergen. Empfehlenswert für die Dusche: ein Utensilien-Korb, unter dem sich ein herausziehbarer Glasabzieher verbirgt. Ebenfalls genial: sogenannte Funktionsmodule, die in der Wand sitzen und u. a. WC-Bürste und Klopapier bereithalten. Sie müssen allerdings von Anfang an bei der Planung berücksichtigt werden.

7. Farben wirken lassen. Weiß, wer hätte es gedacht, hat viele Facetten. Ein Mix aus Grau-, Champagner-, Silber- und Reinweiß an Wand und Boden lässt den Raum optisch wachsen. Gedeckte Pastelle dazu bringen Gemütlichkeit. Wände in kräftigen Tönen ziehen den Blick auf sich und betonen das Objekt davor. Glänzende Flächen hellen auf und reflektieren Licht.

8. Mit Mosaik Nischen schaffen. Wer wenig Fläche zu gestalten hat, darf mit Blick auf die Kosten ruhig zu Mosaikfliesen greifen. Sie wirken stets edel, bringen Luxus auf ganze Wände oder schmücken Teilbereiche. In dem Zusammenhang besonders charmant sind Wandnischen, die mit integriertem Licht den Gast beeindrucken.

9. Originell gruppieren. Dekorationen, die den Gast willkommen heißen sollen, nicht über den Raum verteilen, sondern am besten gemeinsam auf einer Ablage oder einem Vorsprung zur Geltung kommen lassen. Das sieht nicht nur schick aus, sondern lässt das Bad aufgeräumt bleiben. Besonders apart sind Zusammenstellungen, die eigene Sammelschwächen offenbaren.

10. Raum im Raum bilden. Lässt sich der Wunsch nach einer separaten Gäste-Toilette nicht erfüllen, kann bei ausreichender Raumtiefe das WC im vorderen Bereich des Bades positioniert und im Idealfall durch ein kleines, gegenüberliegendes Handwaschbecken mit Spiegel ergänzt werden. Zumindest der übrige, „private“ Bereich bleibt auf diese Weise von den Straßenschuhen der Partygäste verschont.


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Im Gästebad Ordnung halten und auf schlanke Linien achten. Anders als früher gibt es heute laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) im Sanitärfachhandel Waschplätze in kurzen Abmessungen und schmalen Formen, die sich gut integrieren und kombinieren lassen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Keramag

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Besonders bequem für die Planung eines Gästebades sind „Multitasking“-Lösungen. Sie vereinen Waschbecken mit Ablage, Armatur, Lichtspiegel und Accessoires.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Keuco

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WC-Installationssysteme mit einer geringen Einbautiefe für den Unterputz-Spülkasten sparen wertvolle Raumzentimeter. Wer mag, verkleidet sie mit Holz – eine Hinterlüftung vorausgesetzt.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Geberit

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Vorausschauend denken: Wenn Platz für eine Dusche ist, dann sollte sie bodeneben sein. Ein Stromanschluss am WC lässt aus diesem später eine moderne Wohlfühltoilette mit Duschfunktion werden.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Geberit

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Weiß, wer hätte es gedacht, hat viele Facetten. Ein Mix aus Grau-, Champagner-, Silber- und Reinweiß lässt den Raum optisch wachsen.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Burgbad

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Mosaikfliesen wirken stets edel, bringen Luxus auf ganze Wände oder schmücken Teilbereiche. In dem Zusammenhang besonders charmant sind Wandnischen, die mit integriertem Licht den Gast beeindrucken.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Geberit

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Dekorationen, die den Gast willkommen heißen sollen, nicht über den Raum verteilen, sondern am besten auf einer Ablage oder einem Vorsprung versammeln. Das sieht schick und ordentlich aus.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Keramag

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Raum im Raum: Lässt sich der Wunsch nach einer separaten Gäste-Toilette nicht erfüllen, kann bei ausreichend Platz das WC im vorderen Bereich des Bades positioniert und im Idealfall durch ein kleines Handwaschbecken (im Bildvordergrund) mit Spiegel ergänzt werden.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

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