02. Feb 2015

Aktion Barrierefreies Bad (ABB): Die eigenen Wände frühzeitig richtig planen

Alles im Plan?!

Aktion Barrierefreies Bad (ABB): Die eigenen Wände frühzeitig richtig planen / Vom schwellenlosen Eingang bis zum flexiblen Raumkonzept / Barrierefreies Bad „ganz großer Schritt“ / Vorinstallationen und vorsorgliche Maßnahmen erleichtern Umbau / Künftige Nutzung online durchspielen / Neue Ausstattungslösungen zur „ISH 2015“

Bonn – (abb)
Wer weiß schon, welche Überraschungen das Leben birgt, denn in die Zukunft kann keiner schauen. Aber es lässt sich vorausdenken und speziell, wenn es um die Wohnumgebung geht, bereits in jungen Jahren so planen, dass die eigenen vier Wände in allen Lebensumständen anpassbar sind – mit möglichst kurzer Bauzeit und geringen Kosten.

Schwellenloser Hauseingang, reichlich Bewegungsraum in wichtigen Wohnbereichen und Tür-Durchgangsbreiten von mindestens 90 cm bereiten auf viele Eventualitäten und das Alter vor. Vor allem aber die barrierefreie Gestaltung des Badezimmers ist ein ganz großer Schritt zu einem lange selbstbestimmten Leben. Darauf verweist die Aktion Barrierefreies Bad (ABB).

Zudem rät die unter der Schirmherrschaft von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks stehende Initiative auf ihrer Homepage www.aktion-barrierefreies-bad.de , beim Hausbau ein Raumkonzept ins Auge zu fassen, das bei Bedarf im Erdgeschoss barrierefreies Wohnen ermöglicht. Böten etwa Gäste-WCs von vornherein notwendige Vorinstallationen für eine bodenebene Dusche, sei ihr späterer Umbau zu einem kleinen Duschbad kein Problem.

Beim Bau des Bades immer über künftige Nutzung nachdenken

Auch die Ausführung einer Wand entscheide darüber, ob diese später den durch Haltegriff und Duschsitz erzeugten Extra-Lasten trotzen könne. Ebenfalls vorsorgen lasse sich beim Entwurf der Elektroinstallation. Eine Leerverrohrung schlage sich in den Baukosten kaum nieder. Sie bereite jedoch das Bad auf die künftige Nutzung von Dusch-WC, Nachtlicht, Notruf oder intelligenten Steuerungssystemen vor.

Zu den wichtigen vorausschauenden Vorkehrungen zählen die ABB-Experten ferner eine individuell anpassbare WC-Montagehöhe und ein flaches Waschbecken, vor dem man sich auch im Sitzen waschen könne. Modelle, die bis zu einer Höhe von 70 cm unterfahrbar seien und über einen Unterputz- bzw. sehr flachen Aufputz-Siphon verfügten, eigneten sich sogar für Menschen im Rollstuhl.

Außerdem fest berücksichtigt werden sollten 90 cm x 90 cm große, bodenebene Duschflächen, rutschhemmende Bodenbeläge, Lichtschalter in bequem erreichbaren Höhen von 80 cm bis 110 cm sowie eine gute Ausleuchtung und kontrastreiche Farben.

Barrierefreie Bad-Planung im Internet

Wer selbst ausprobieren möchte, wie sein Badezimmer in Zukunft aussehen könnte, der legt am besten gleich im Internet unter www.online-wohn-beratung.de/online-badplaner.0.html los. Mit dem von der Aktion Barrierefreies Bad geförderten „Online 3D-Badplaner“ lässt sich die altersgerechte Gestaltung vom Grundriss bis zur dreidimensionalen Einrichtung kostenlos und ohne Installation durchspielen.

Wie die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) getragene Initiative darüber hinaus mitteilt, darf man anlässlich der „ISH“ vom 10. bis 14. März in Frankfurt am Main mit zahlreichen neuen Ausstattungslösungen rechnen.
ABB-Sprecher Jens J. Wischmann: „Zur weltgrößten Messe für innovatives Baddesign erwarten wir einmal mehr schicke, komfortable sowie clevere Produkte speziell für das Mehrgenerationenbad. Die Sanitärmarkenhersteller haben bereits vor Jahren erkannt, dass nicht nur kranke und alte, sondern alle Menschen am besten in einer Umgebung wohnen, die auf körperliche Eigenheiten eingerichtet ist.“


Bildtexte:

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Im Durchschnitt wird ein Bad nur alle zwanzig Jahre renoviert. Die Aktion Barrierefreies Bad empfiehlt jungen Bauherren daher, bereits heute schon darüber nachzudenken, wie ihr Nutzungsverhalten in Zukunft aussehen könnte. Auch gelte es zu prüfen, ob vom flexiblen Raumkonzept bis zur Leerverrohrung bei der Elektroinstallation „alles im Plan“ sei, das einen späteren Umbau erleichtere.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Shutterstock / Constantine Pankin

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Die krankenhausartige Optik, die man noch bis vor gut fünfzehn Jahren bei einem barrierefreien Bad in Kauf nehmen musste, ist laut Aktion Barrierefreies Bad inzwischen Geschichte. Zur weltgrößten Messe für innovatives Baddesign, der vom 10. bis 14. März in Frankfurt am Main stattfindenden „ISH“, erwartet die Initiative einmal mehr schicke, komfortable sowie clevere Produkte speziell für das Mehrgenerationenbad.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Hewi

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