11. Mrz 2015

Aktion Barrierefreies Bad: Förderung

Wenig Wissen über Fördermittel
Sanitärwirtschaft will mehr aufklären

Frankfurt/Bonn – (abb)
Türschwelle entfernen, Bewegungsflächen vergrößern, Duschplatz bodeneben bauen und ein höhenverstellbares WC montieren: Eine Renovierung macht das Badezimmer nicht nur komfortabler, sondern ist zugleich die Chance, den kompletten Raum schon frühzeitig auf spätere Bedürfnisse einzustellen und barrierefrei auszustatten. Die Maßnahme hat natürlich ihren Preis, jedoch fallen bei einer ohnehin fälligen Modernisierung die Mehrkosten für zusätzliche Einbauten nicht so ins Gewicht wie ein abermaliger Umbau aus der Not heraus – zumal auch nicht unbeträchtliche Zuschüsse die Finanzierung erleichtern können.

Allerdings wissen nur wenige Bundesbürger, welche Förderprogramme bzw. Fördermittel für den altersgerechten Umbau eines Badezimmers in Anspruch genommen werden können. Das meldet jetzt die Aktion Barrierefreies Bad und verweist dabei auf eine aktuelle, repräsentative Recherche des forsa-Institutes im Auftrag der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. Danach fühlen sich 53 % der Deutschen „überhaupt nicht“ und 23 % „weniger gut“ informiert. Lediglich 22 % bezeichnen sich als „gut“ oder „sehr gut“ unterrichtet.

„Das Ergebnis ist eine eindeutige Aufforderung, mehr Mittel für die Aufklärung von Endverbrauchern bereitzustellen“, betont Jens J. Wischmann. Die Gründung der Aktion Barrierefreies Bad inklusive einer  entsprechenden Informations- und Kommunikationsplattform im Internet sei ein wichtiger Schritt der Sanitärwirtschaft gewesen. Nun müsse man die Aktivitäten sowie die Vernetzung mit anderen Multiplikatoren forcieren. „Besonders die Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums wird dazu beitragen, dass wir uns als Anlaufstelle fest etablieren werden“, so der Sprecher der Initiative.

Zudem helfe ein von Zentralverband Sanitär Heizung Klima und der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. gemeinsam mit der KfW Bankengruppe aufgestellter Maßnahmenkatalog, die Kompetenzen des SHK-Handwerks im Bereich „Altersgerecht umbauen“ zu erweitern bzw. zu vertiefen. Die Bausteine: Fachbetriebs-Schulungen durch SHK-Fachverbände, Weiterbildungsmöglichkeit zum Sachverständigen „Altersgerechter Umbau im Bestand“, Tablet-App „Altersgerecht umbauen“ für den Bestandscheck vor Ort, der Online-Katalog „Barrierefreies Bad“ mit Produkten von über 60 Herstellern sowie Unterlagen zur gezielten Endverbraucheransprache.

Surftipps fürs Internet:

 - Informationen für Handwerker    
www.kfw.de/handwerksbetriebe

- Sanierungskonfigurator des BMWi    
www.sanierungskonfigurator.de

- Informationen für Endverbraucher    
www.aktion-barrierefreies-bad.de

- Unterlagen zur Endverbraucheransprache für Handwerker
www.aktion-barrierefreies-bad.de/marktpartnerpaket

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Aktion Barrierefreies Bad wurde von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Für Barrierefreiheit im Bad ist es nie zu früh, aber schnell zu spät“ klärt die Initiative über die Grundvoraussetzungen auf, die barrierefreie Bäder erfüllen müssen. Die Möglichkeiten der Umsetzung gehören ebenso zu den wichtigen Bestandteilen der vom Bundesbauministerium unterstützten Kampagne wie die Themen Förderung und Finanzierung.




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Beim Umbau eines Badezimmers unter Berücksichtigung barrierefreier Aspekte können nicht unbeträchtliche Zuschüsse die Finanzierung erleichtern. Darauf verweist die Aktion Barrierefreies Bad. Informationen gibt es u. a. im Internet unter www.aktion-barrierefreies-bad.de sowie bei den Fachbetrieben Barrierefreies Bad.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)            Bild 4405


Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima und die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. haben gemeinsam mit der KfW Bankengruppe einen Maßnahmenkatalog aufgestellt. Er soll helfen, die Kompetenzen des SHK-Handwerks im Bereich „Altersgerecht umbauen“ zu erweitern bzw. zu vertiefen. Zu den Bausteinen zählen u. a. Schulungen durch Fachverbände, die Weiterbildungsmöglichkeit zum Sachverständigen „Altersgerechter Umbau im Bestand“ sowie eine Tablet-App „Altersgerecht umbauen“ für den Bestandscheck vor Ort. Weiterführende Informationen auf www.kfw.de/handwerksbetriebe.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)            Bild 4406

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