10. Mrz 2015

Pop up my bathroom zur ISH 2015: Neuer Freiheitsdrang

„Pop up my Bathroom“: Bäder an Lebensphasen orientieren / Trendprojekt will Grenzen auflösen / Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt / Vier „Freibad“-Konzepte / Analysiert und dokumentiert / Abenteuer, Erlebnis, Improvisation und Leichtigkeit / Variabler, individueller und (viel) größer

Frankfurt/Bonn – (vds)
Arbeitsplatz, Beruf, Wohnung und sogar familiäre Strukturen – permanenter Wandel bestimmt den Alltag. In einer Zeit, in der Flexibilität (fast) zum Maß aller Dinge wird, stellt sich nicht zuletzt die Frage nach der Zukunft des Bades. Muss es völlig neu gedacht, geplant, gestaltet und eingerichtet werden? Im Kern ja. Das glaubt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und verweist dabei auf die unterschiedlichen und zudem wechselnden Lebensphasen und -modelle. Das erfordere innovative Grundrisse und Bautechniken, anpassungsfähige ästhetische, ergonomische und multifunktionale Konzepte sowie die Bereitschaft, Barrierefreiheit als individualisierbares System für jedermann zu interpretieren. Das „ideale Bad von morgen“ präsentiert sich variabel, trägt konsequent den Nutzerbedürfnissen Rechnung und ist vor allem erheblich größer als heute, hieß es zur „ISH 2015“.

Die von der Messe Frankfurt und dem Branchen-Dachverband initiierte Trendplattform „Pop up my Bathroom“ wagte sich an die Vision vom grenzenlosen Bad(en). Dazu analysierte sie laut VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann die Wünsche von Kindern, Singles, Familien und älteren Menschen. Das Resultat: vier in exklusiven Fotoproduktionen umgesetzte Konzeptbäder. Jedes einzelne visualisiere eine andere Lebensphase mit ihren ganz spezifischen Anforderungen. Das unter dem Motto „Freibad“ realisierte Projekt will u. a. dazu anregen, das Badezimmer sowohl im Licht des demografischen als auch strukturellen Wandels zu betrachten. Zudem plädiert es für neue (Architektur-)Lösungen, bei denen die Nutzerbedürfnisse die Gestaltung bestimmen – und nicht umgekehrt. Was die neue Badfreiheit kenn- und auszeichnet, beschreiben die folgenden Kurzporträts.

Kinder und das Abenteuer „Bad“

In der Wanne nach Herzenslust plantschen, mit „Quietscheentchen & Co.“ rumalbern, von Mama ordentlich abrubbeln lassen, Papa mal so richtig nass machen: Kinder erfahren im Badezimmer quasi spielerisch, dass Hygiene und Körperpflege nicht nur lästige Pflichten sind, sondern auch Spaß bringen können. Gleichzeitig brauchen die Kids Geborgenheit und Sicherheit. Mit speziellen, größengerechten Möbeln, Toiletten und Waschbecken oder entsprechenden Hilfsmitteln und etwas Einfühlungsvermögen bei der Badplanung entstehen so Räume, in denen der Nachwuchs ohne Angst mit dem Element Wasser umzugehen lernt und Schritt für Schritt autonom(er) wird.

Singles und das Erlebnis „Bad“

Allein lebende Menschen dürfen ihre Individualität im Bad voll ausleben, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nehmen zu müssen. Ob fröhlicher Muntermacher oder entspannender Tagesabschluss, ob persönliches Fitness-Center oder eigenes Styling-Paradies – erlaubt ist, was gefällt. Und wenn das schon morgen etwas ganz anderes ist als heute? Kein Problem: Farben verändern sich (automatisch) nach Lust und Laune; modische Accessoires sind leicht austauschbar; technische Spielereien befriedigen die Experimentiermentalität. Wichtig: Was jüngere Singles an Flexibilität erwarten, verlangen ältere in puncto „Komfort“.

Familien und das Improvisationstalent „Bad“


Ähnlich wie die Küche avanciert das Bad zum kommunikativen Treffpunkt, wenn mehrere Menschen oder gar Generationen unter einem Dach leben. Es muss daher nicht nur die reibungslose „Funktionserfüllung“ gewährleisten, sondern auch das Ambiente für Dialoge und Diskussionen schaffen. In dem – manchmal turbulenten – „Busy Bathroom“ kommt es stark auf Möglichkeiten zur Improvisation an, um das tägliche Chaos zu strukturieren und zu managen. Stylingaspekte treten in den Hintergrund. Multifunktionale Elemente, mobile Sanitärobjekte und viel Stauraum helfen dabei. Ebenfalls nützlich: Wer Platz hat, plant Zonen für verschiedene, parallel zu erledigende Tätigkeiten ein und greift dabei auf „teilende“ Vorwandtechnik oder Regale zurück.

Ältere Menschen und die Leichtigkeit „Bad“


Bei dem Wunsch nach langer Selbstständigkeit und einem unbeschwerten Leben in den eigenen vier Wänden spielt das Bad erwiesenermaßen eine Hauptrolle. Aber nicht nur Menschen, die sich mit körperlichen oder altersbedingten Einschränkungen arrangieren müssen, wissen um die Bedeutung eines frei zugänglichen, sicheren, komfortablen und leicht bedienbaren Bades für Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden. Dusch-WCs, „belastbare“ Möbel, Sitze und Griffe, gute (sensorgesteuerte) Beleuchtungssysteme und natürlich bodenebene Duschen gehören in jeden „Easy Bathroom“. Ohnehin ein Muss: genug Platz für die nötige Bewegungsfreiheit.

Weitere Infos zum Bad der Zukunft: www.pop-up-my-bathroom.de; www.gutesbad.de

Bildtexte

Das „ideale Bad von morgen“ ist variabel, trägt den sich wandelnden Nutzerbedürfnissen und Lebensphasen Rechnung und ist vor allem erheblich größer als heute. So lautet die Kernaussage der gemeinsamen Initiative „Pop up my Bathroom“ von Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und Messe Frankfurt. Das unter dem Motto „Freibad“ realisierte Trendprojekt entwickelte vier Konzeptbäder und setzte sie in exklusiven Fotoproduktionen um.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Karsten Jipp    Bild 4395


In einem einfühlsam geplanten Bad können Kinder quasi spielerisch erfahren, dass Hygiene und Körperpflege nicht nur lästige Pflichten sind, sondern auch Spaß machen können. Spezielle größengerechte Sanitärobjekte oder entsprechende Hilfsmittel schaffen Räume, in denen die Kids ohne Angst das Element Wasser erleben und zugleich Geborgenheit empfinden.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Gregor Hübl    Bild 4398


Allein lebende Menschen dürfen ihre Individualität im Bad nach Herzenslust ausleben, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nehmen zu müssen. Erlaubt ist, was gefällt. Was jüngere Singles an Flexibilität erwarten, verlangen ältere in puncto „Komfort“.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Karsten Jipp    Bild 4399


Das Familienbad muss allen Nutzern nicht nur die reibungslose „Funktionserfüllung“ gewährleisten, sondern dient ihnen oft auch als kommunikativer Treffpunkt. Im „Busy Bathroom“ ist primär Improvisationstalent gefragt. Dabei helfen u. a. multifunktionale Elemente, mobile Sanitärobjekte und viel Stauraum.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Karsten Jipp    Bild 4397


Nicht nur ältere Menschen wissen um die Bedeutung eines frei zugänglichen, sicheren, komfortablen und leicht bedienbaren Bades für Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden. In jeden „Easy Bathroom“ gehören deshalb u. a. bodenebene Duschen. Außerdem ein Muss: genug Platz für die nötige Bewegungsfreiheit.
Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Gregor Hübl    Bild 4396

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