Assistenzsysteme für die Baustelle

Werkstatt Bad legt nach

Veröffentlicht am 22. Februar 2019
Werkstatt Bad stellt Praxis in den Vordergrund

Logo: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) verantwortete „Werkstatt Bad“ soll den Profis aus dem Fachhandwerk vor allem praktischen Nutzen verschaffen. Zur „ISH“-Premiere vor zwei Jahren stand die rationelle Montage durch Vorfertigung im Fokus des Projektes. Bei der diesjährigen Neuauflage dreht sich alles um Exoskelette (Außenskelette) und sogenannte VR-/AR-Systeme (u. a. Datenbrillen).

Assistenzsysteme können Badsanierung erleichtern

Über deren Einsatz möchten die Veranstalter den Besuchern der Weltleitmesse für Wasser, Wärme, Klima demonstrieren, wie physische und kognitive Assistenzsysteme die Badsanierung optimieren und erleichtern können. Dabei richten sich die Blicke vom 11. bis 15. März in Frankfurt am Main ganz konkret auf den Erhalt der Gesundheit des jeweiligen Monteurs sowie eine zeitnahe, unmittelbare Vor-Ort-Information. Auf Basis der gesammelten Reaktionen und Erfahrungen wollen die Beteiligten die realen Marktchancen derartiger Systeme ausloten.

Sponsoren ermöglichen Aufklärungsarbeit

Ermöglicht wird das alles durch mehrere Kooperationspartner. Neben der Messe Frankfurt und dem ZVSHK sind die Sponsoren Geberit und Kermi zu nennen. Ferner richtet sich der Dank an das Unternehmen TillerStack für die Bereitstellung der Datenbrillen. Im Zusammenhang mit dem Exoskelett gilt ein weiteres Dankeschön der Firma exoIQ sowie der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität.

Werkstatt Bad stellt Praxis in den Vordergrund
Foto: Microsoft – HoloLenz

Hohe Nachfrage nach (altersgerechten) Bädern

Der „Werkstatt Bad“ in Halle 4.2 liegt folgende Ausgangssituation zugrunde: Allein der demografische Wandel eröffnet dem SHK-Handwerk in Deutschland ein großes Volumen an Aufträgen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) müssen in den kommenden Jahren mindestens drei Millionen altersgerechte Bäder in Deutschland saniert werden. Darüber hinaus belegt auch die Badgrundlagenstudie von forsa im VDS-Auftrag den starken Nachfragewunsch der Bundesbürger nach (altersgerechten) Bädern. Danach ist nur in etwa 6 Millionen (17 %) der insgesamt 36 Millionen bewohnten Wohnungen ein „altersgerechtes“ Bad vorhanden. Außerdem warten allein 17 Millionen „Erstbäder“ auf eine Renovierung.

Fachkräftemangel belastet erfahrene Monteure

Diesem hohen Auftragspotenzial steht der Fachkräftemangel gegenüber, der die Anzahl an SHK-Monteuren kontinuierlich schrumpfen lässt. Demzufolge haben Unternehmen des SHK-Handwerks Probleme mit dem Nachwuchs. So ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse allein im SHK-Handwerk im Laufe der Jahre deutlich zurückgegangen. Die Firmen sind daher immer stärker gezwungen, ihre erfahrenen Monteure länger im Betrieb zu halten.

Werkstatt Bad stellt Praxis in den Vordergrund
Foto: Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Längere schwere körperliche Arbeit setzt Muskel- und Skelettsystem zusätzlich zu

Der Badumbau ist jedoch für den SHK-Monteur eine schwere körperliche Arbeit, die mit zunehmendem Alter immer schlechter erledigt werden kann. Installateure leiden daher am häufigsten unter Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (32 %). Statistisch sind sie im Vergleich zu allen Bauhandwerkern von diesen Erkrankungen häufiger betroffen. Handlungsbedarf ist demnach dringend geboten.

An dieser Stelle sehen Sie bald „Live“-Bilder von der „Werkstatt Bad“. Klicken Sie sich also gerne wieder ein.