Dornbracht x Jung
Kooperation für einheitliche Oberflächen im Bad
Der Designklassiker Vaia von Dornbracht und der LS 1912 Kippschalter von Jung in der identischen Oberfläche Dark Brass gebürstet. Foto: Dornbracht
Dornbracht und Jung bündeln ihre Gestaltungskompetenz: Unter dem Motto „Signature Design. Crafted in Finishes“ bieten die beiden Hersteller gemeinsame Oberflächen an, die Armaturen und Schalter der LS-Serie visuell und haptisch miteinander verbinden sollen.
Architekturschaffende stehen oft vor der Herausforderung, aus Produkten verschiedener Hersteller ein stimmiges Gesamtkonzept entstehen zu lassen. Im Badezimmer treffen häufig Armaturen, Schalter oder Leuchten aufeinander, deren Oberflächen zwar ähnlich, aber selten exakt aufeinander abgestimmt sind. Die Kooperation von Dornbracht und Jung setzt genau hier an: Durch gemeinsame, einheitliche Finishes beider Marken soll die Planung künftig vereinfacht und ein durchgängiges Erscheinungsbild im gesamten Raum geschaffen werden. „Wenn unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen, entsteht Qualität an den Schnittstellen“, erklärt Deniz Turgut, Marketingleiter bei Jung. „Genau dort, im präzisen Zusammenspiel von Material, Fertigung und Gestaltung, sehen wir den Wert von Herstellerkooperationen.“
Fertigung der Oberflächen am Dornbracht-Standort in Iserlohn

Die Verarbeitung von Echtmetall gehört seit jeher zum Merkenkern beider Unternehmen: So verfügt Dornbracht über langjährige Expertise in der Entwicklung hochwertiger Metallveredelungen. Gefertigt wird am Standort in Iserlohn, wo innovative Technologien mit manueller Feinarbeit kombiniert werden. Unterschiedliche Verfahren wie Galvanik oder PVD-Beschichtung stehen für langlebige, beständige Oberflächen mit Farbtiefe und Brillanz. Unter anderem erhalten die Oberflächen beim Mattieren in Handarbeit jenen charakteristischen Bürststrich, der auch den Dornbracht-Oberflächen ihre optische Tiefe verleiht. Auf diese Weise entsteht eine genaue Übereinstimmung in der Materialität. Als Hersteller für Gebäudetechnik fertigt auch Jung Schalter und Steckdosen aus Echtmetallen mit handwerklicher Sorgfalt. „Die Zusammenarbeit mit Jung ist getragen von einem gemeinsamen Qualitäts- und Luxusverständnis”, erklärt Caroline Schmitt, Geschäftsführung Dornbracht. „An unserem Standort in Iserlohn entstehen so Oberflächen von höchstem Anspruch, die über Produktkategorien hinweg perfekt harmonieren und Architektur als ganzheitliches Erlebnis denken.“
Deniz Turgut ergänzt: „Dass die Beschichtung der Jung-Produkte bei Dornbracht erfolgt, ist ein zentraler Schritt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Farbton, Struktur und Glanzgrad exakt übereinstimmen. Getrennt voneinander ist das kaum erreichbar, weil die Produkte unterschiedliche Funktionen, Geometrien und Anforderungen haben. Sie am Ende wie aus einem Guss wirken zu lassen, gelingt nur, wenn man Prozesse zusammenlegt.“
Sechs Oberflächen stehen zur Wahl

Nachdem die Kooperation mit der Oberfläche Bronze gebürstet gestartet wurde stehen jetzt mit Dark Platinum gebürstet, Light Gold gebürstet, Dark Brass gebürstet, Gold gebürstet und Dark Bronze gebürstet insgesamt sechs Oberflächen zur Wahl. Die Veredelungen entstammen dem kuratierten Portfolio Dornbrachts und entsprechen in Bezeichnung, Farbe und Haptik den bewährten Ausführungen. „Der Ausgangspunkt unserer Zusammenarbeit war die Idee von gemeinsamen Oberflächen, die Armaturen und Schalter zu einem stimmigen Ganzen verbinden“, erklärt Caroline Schmitt, Geschäftsführung Dornbracht, den Grundgedanken. Sie ergänzt: „Im Austausch mit unseren Zielgruppen zeigt sich immer wieder, wie entscheidend solche Details sind“. Deniz Turgut, Head of Marketing bei Jung, fügt hinzu: „Die Kooperation ist kein klassisches Co-Branding, sondern das Ergebnis einer gemeinsamen Haltung: Gestaltung entsteht dort, wo Kompetenzen ineinandergreifen.“
Die Umsetzung der Oberflächen erfolgt projektbezogen und ist auf größere Stückzahlen ausgerichtet. Damit richtet sich die Kooperation gezielt an ambitionierte Architekturprojekte, die designorientiert und ganzheitlich gedacht werden. Das gilt zum Beispiel für den hochwertigen Wohnungsbau, den Hospitality- und Officebereich oder für öffentliche Bauwerke. Sind Armaturen, Duschen, Schalter und Steckdosen hier exakt aufeinander abgestimmt, trägt das zu einer kohärenten Ästhetik bei. Zudem lässt sich der Planungs- und Abstimmungsaufwand reduzieren: „Architektinnen und Planer haben die Möglichkeit, Oberflächen über verschiedenste Gewerke hinweg homogen einzusetzen und Gestaltungsideen markenübergreifend zu realisieren“, erläutert Caroline Schmitt. „Darin drückt sich der Kern der Kooperation Dornbracht x Jung aus: Konsistenz zu schaffen, wo zuvor Kompromisse notwendig waren, und so neue Freiheiten zu eröffnen.“