Umwelt

VDS: Deutsche Sanitärwirtschaft treibt Nachhaltigkeit im Badezimmer voran

Veröffentlicht am 21. Februar 2024
Sustainable Bathroom: Nachhaltigkeit war ein wichtiger Trend bei der ISH 2023 in der Ausstellung Pop up my Bathroom.

Foto: Constantin Meyer, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V.

Ressourcen und Klima schonen, Wohlstand und soziale Gerechtigkeit bewahren – das ist die Herausforderung unserer Generation. Ob und wie das gelingen kann, hängt maßgeblich von der Innovationskraft der einzelnen Wirtschaftsbereiche ab. In der Gebäudewirtschaft nimmt das Badezimmer eine Schlüsselstellung ein. Die deutsche Sanitärwirtschaft arbeitet seit Jahren an wasser- und energiesparenden Produkten, an ressourcenschonenderen Fertigungsprozessen und an kreislauffähigen Materialien. Dabei werden ganz unterschiedliche Ansätze verfolgt – einige davon stellen wir im Folgenden vor.

Nicht von ungefähr stellt die ISH, die internationale Weltleitmesse für Wasser, Wärme, Luft, ihre Veranstaltung 2025 wieder unter das Motto „Lösungen für eine nachhaltig Zukunft“. Nachhaltigkeit ist die Forderung der Zeit und betrifft das gesamte Spektrum der Gebäudetechnik und -ausstattung. Neben der nachhaltigen Umgestaltung unserer Heizsysteme trägt auch der Sanitärbereich maßgeblich dazu bei, unseren Lifestyle nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. „Als Plattform, auf der mit der Sanitär-, Heizungs- und Haustechnikbranche drei energie- und klimarelevante Bereiche zusammenkommen, hat die ISH 2023 dem Innovationsprozess sicherlich noch einen kräftigen Push gegeben“, bewertet VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann die Bedeutung der Frankfurter Messe. „Das Thema bewegt die ganze Branche – egal, ob Armaturen-, Badewannen- oder Badmöbelhersteller. Auch Fachhandel und -handwerk erkennen die Relevanz des Themas für die Weiterentwicklung des Lebensraums Bad und den nachhaltigen Umbau des für den Bausektor und das Wohnen so wichtigen Wirtschaftsbereichs Sanitärausstattung.“

Die Ansätze, die die die deutsche Sanitärwirtschaft verfolgt, reichen von Produkten mit reduziertem Wasser- und Warmwasserverbrauch über die Senkung des Energieeinsatzes in der Fertigung bis zu Materialien, die sich nach der Nutzung sortenrein trennen und wiederverwerten lassen. Dabei stehen auch immer die Bedürfnisse der Nutzer im Mittelpunkt: Komfort, Funktionalität und Design eines zeitgemäß geplanten Badezimmers steigern den Wohnwert ebenso wie den Kaufwert einer Immobilie. Wer beim Badumbau auf sparsame Armaturen, Brausen und WC-Spültechnik achtet, senkt zugleich den Wasser- und Energieverbrauch im Haushalt – und damit die laufenden Wohnnebenkosten.

VDS begleitet die Branche auf dem Weg zu mehr Ressourcenschonung

Die VDS unterstützt die Förderung von Innovationen, Qualitätsstandards und ressourcenschonende Praktiken in der deutschen Sanitärindustrie. „Eines unserer zentralen Ziele ist es, die Unternehmen der Branche bei den Prozessen zur Einführung noch nachhaltigerer Produktions- und Betriebsstandards zu motivieren und zu unterstützen. Wir glauben fest an die Vorteile einer umweltfreundlichen Sanitärwirtschaft für alle Beteiligten – von den Unternehmen selbst über das Fachhandwerk bis hin zum Konsumenten”, erklärt Wischmann. Er lädt alle Marktpartner ein, die VDS als neutrale Plattform zur Entwicklung neuer Ideen für eine ressourcenschonende Badezimmerkultur zu nutzen.

Innovationstreiber ISH: Vom Status Quo zum Zukunftskonzept Sustainable Bathroom

Heute setzen sich in der Sanitärwirtschaft die Ergebnisse jahrelanger Entwicklungen auf der Suche nach nachhaltigen Prozessen und Produkten durch. Der vielleicht wichtigste Trend für die Sanitärwirtschaft zeigte sich auf der ISH 2023 in Form des „Sustainable Bathroom“: Beim Trendforum Pop up my Bathroom – einer Gemeinschaftsinitiative der Messe Frankfurt und VDS – wurde Nachhaltigkeit im Badezimmer als Zukunftskonzept vorgestellt, in dem smarte, wasser- und energiesparende Produkte, umweltschonende Industrieproduktion, nachhaltige Materialien und ein langlebiges Design optimal kombiniert werden.

Grundsätzlich ist das Sustainable Bathroom in der Badezimmer-Typologie weniger durch stilistische oder räumliche Kategorien gekennzeichnet als durch das Prinzip, bei der Ausstattung Produkte zu bevorzugen, deren Wasser- und Energieverbrauch nachweislich niedriger ist als bei herkömmlichen Produkten und die sich lange nutzen und am Ende wiederverwerten lassen. Daneben spielt aber auch das Design eine große Rolle. Hier zeigt sich das Sustainable Bathroom zwar bevorzugt modern oder in einem emotional aufgeladenen Minimalismus, doch gibt es gestalterisch im Grunde keine Einschränkungen mehr. Dass die alten Klischees vom Öko-Look bis zu unterkühltem Futurismus ausgedient haben, zeigt: Ressourcenschonung ist im Baddesign heute kein Stilthema mehr, sondern ein Planungskriterium.

Und so sind aktuell auch im Badezimmer – wie im gesamten Interior Design – warme, erdige Töne und natürliche bzw. natürlich wirkende Materialien angesagt. Dabei bleibt im Design nachhaltiger Bäder Langlebigkeit und damit eine gewisse Zeitlosigkeit oberstes Prinzip. Als wichtiger „Soft Factor“ soll das Sustainable Bathroom aber auch ein Gefühl von Naturverbundenheit vermitteln.

Deutsche Sanitärwirtschaft als Benchmark für die globale Wirtschaft

Nicht nur der politische Wille normgebender Institutionen, auch die Bauherren haben als treibende Kraft Anteil an dem derzeitigen Innovationsschub in der Sanitärindustrie. Viele Bauherren und Renovierer wollen nicht nur Wasser und Energie sparen, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Das moderne Badzimmer kann diesen Anspruch heute schon einlösen. „Die deutsche Sanitärwirtschaft hat sich früh mit Wassersparen, Energieeffizienz und Kreislauffähigkeit befasst. Über viele Jahre hinweg hat sich das Prinzip bewährt, dass hier Entwicklung und Anwendung, Industrie und Handwerk, Sanitärausstattung und Haustechnik Hand in Hand gehen“, erklärt Wischmann. „Nach der Designoffensive seit den 80er-Jahren, der Fertigungsqualität nach modernen Produktionsstandards und der leistungsfähigen Logistik im dreistufigen Vertriebsweg werden nun auch die ressourcenschonenden Produktlösungen zu einem wichtigen Merkmal der deutschen Sanitärwirtschaft im internationalen Wettbewerb.“

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