Presseinformationen

11. März 2019

Gut für das Handwerk – gut für die Branche

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„Wir zeigen Zukunft“ – unter diesem Motto präsentierte sich die „Werkstatt Bad“ auch bei ihrem zweiten „ISH“-Auftritt. Das Ziel der von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) initiierten und verantworteten Plattform blieb ebenfalls unverändert: speziell den Profis aus dem Fachhandwerk konkreten Nutzen bieten.

Wie bei der dem Thema „Vorfertigung“ gewidmeten Premiere 2017 ging es den Angaben zufolge Mitte März 2019 im Kern erneut darum, die erheblichen Rationalisierungspotenziale bei der Installation zu demonstrieren und durch prozessoptimierte Arbeitsschritte auszuschöpfen. Dabei standen diesmal physische und kognitive Assistenz- und Unterstützungssysteme im Mittelpunkt. Ihre praktische Anwendung veranschaulichte, wie es heißt, den Messebesuchern, dass und wie sich dadurch außerdem die Baustellentätigkeit des Monteurs bei einer Badsanierung erleichtern lässt.

Großer Handlungsbedarf

Der Blick auf die Rahmenbedingungen macht laut Jens J. Wischmann deutlich, „wie groß der Handlungsbedarf aus Sicht der gesamten Branche ist“. Der VDS-Geschäftsführer weist dabei einerseits auf das stetig wachsende Nachfragevolumen allein bei barrierefreien Bädern als Konsequenz des demografischen Wandels hin. Andererseits schränke der ausgeprägte Fachkräftemangel im Handwerk, der etwa aus der stark gesunkenen Zahl von Auszubildenden resultiere, die verfügbaren Kapazitäten wesentlich ein. Hinzu komme die steigende Überalterung der Beschäftigten.

Gleichzeitig erhöhten sich die Qualitätsanforderungen an die Monteure durch immer komplexere und technisch anspruchsvollere Produkte und Anlagen kontinuierlich. Letztlich wirke sich zudem die körperlich anstrengende Baustellen-Arbeit nachteilig auf die Gesundheit der Beschäftigten aus. Nach Untersuchungen der Berufsgenossenschaft Bau leiden sie mit wachsendem Alter häufiger unter Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (32 %), Hörstörungen (25 %) sowie Herz-/Kreislaufproblemen (24 %). Im Interesse einer auch künftig positiven Branchenentwicklung sei es deshalb „außerordentlich wichtig“, Ergonomie, Qualität und Effizienz der handwerklichen Tätigkeiten aktiv zu fördern und zu verbessern.

Hilfreiche Exoskelette – smarte Datenbrillen

Entsprechende konkrete Praxisansätze waren während der Frankfurter Leitmesse in der „Werkstatt Bad“ zu sehen und „live“ zu testen. Damit, so Wischmann weiter, präsentierte sich das mehrjährige Forschungsprojekt „Handwerksgeselle 4.0“ des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstmals der Fachöffentlichkeit. Ziel der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Initiative sei es, innerhalb eines Konsortiums bis Oktober 2021 „alltagstaugliche Lösungen“ zu entwickeln und zu erproben. Dabei gehe es um physische und kognitive Assistenz- und Unterstützungssysteme.

Im physischen Bereich sollen sogenannte Exoskelette dazu beitragen, Arbeitsplätze sicherer, gesünder und „motivierender“ zu gestalten. Sie erleichterten das Anheben und Halten schwerer Bauteile über Kopf, so dass auch ältere oder weniger kräftige Monteure derartige Arbeiten jederzeit ausführen könnten. Ferner wirke die körperliche Entlastung häufigen Krankheitsbildern entgegen. Weitere positive Effekte: eine höhere Arbeitsgenauigkeit, mehr Produktivität und ein Imagegewinn für den Handwerksbetrieb.

Sinnvolle Branchenplattform

Neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung ergäben sich durch kognitive Assistenzsysteme. Gemeint seien Datenbrillen für die Nutzung direkt an der Baustelle. Dadurch ließen sich z. B. Detailinformationen für die Reparatur oder Wartung von Geräten durch den Installateur unmittelbar abrufen. Das stärke die Kundenzufriedenheit und steigere zugleich die Qualität der Arbeitsorganisation im Unternehmen.

Auf Basis der Messe-Reaktionen und -Erfahrungen wolle man nun nicht zuletzt die realen Marktchancen solcher Lösungen ausloten. Gerade deshalb stuft Wischmann die „Werkstatt Bad“ auch als eine „für die ganze Branche sinnvolle Plattform“ ein. 2019 waren daran neben der VDS die Messe Frankfurt und der ZVSHK als Kooperationspartner, die Hersteller Geberit und Kermi als Sponsoren sowie die exoIQ GmbH (Exoskelette), TillerStack GmbH (Datenbrillen) und die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg als weitere Unterstützer beteiligt.

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Gut für das Handwerk – gut für die Branche

4732 Exoskelett ©Helmut Schmidt Universitaet

Anstrengende Baustellentätigkeiten erleichtern: Sogenannte Exoskelette tragen als physische Unterstützungssysteme erheblich dazu bei, Arbeitsplätze sicherer und gesünder zu machen. Die körperliche Entlastung des Monteurs erhöht seine Genauigkeit und Ausdauer gleichermaßen. Außerdem reduziert sie das Krankheitsrisiko.

Foto: Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

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4731 ©MS HoloLens4

Kognitives Assistenzsystem: Per Datenbrille können Fachhandwerker direkt von der Baustelle z. B. spezielle Detailinfos für die Reparatur oder Wartung von Geräten abrufen. Das verbessert nicht zuletzt die Qualität der Arbeitsorganisation im Unternehmen.

Foto: Microsoft – HoloLens

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4733 Werkstatt Bad ©VDS

„Wir zeigen Zukunft“ – unter diesem Motto präsentierte sich die „Werkstatt Bad“ nach ihrer Premiere 2017 auch zur „ISH“ 2019. Das Ziel, speziell den Profis aus dem Fachhandwerk konkreten Nutzen zu bieten, blieb ebenfalls unverändert. Diesmal standen bei der von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) initiierten Plattform physische und kognitive Assistenz- und Unterstützungssysteme im Mittelpunkt. Genauer: ihre praktische Anwendung bei einer Badsanierung.

Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

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